Rudi Klein: „Vereinfachung einer nicht unkomplizierten Welt“

Der Tennengauer Kunstkreis zeigt in seiner nächsten Ausstellung im kunstraum pro arte mit dem Titel “Vereinfachung einer nicht unkomplizierten Welt“ Arbeiten von Rudi Klein, einer der prägendsten Figuren der österreichischen Cartoonszene.
Als Rudi, Rudolf, Ruud und Ivan unterhält er seit über 30 Jahren Millionen von Zeitungslesern mit seinen gezeichneten Kommentaren zu den Absurditäten des Alltags und der Tagespolitik. Klein wählt nicht nur unterschiedliche Vornamen für verschiedene Medien wie Profil, Falter, Standard und AK für Sie, sondern versteht es auch einzigartig, seine pointierte Zeichensprache dem jeweiligen Publikum anzupassen.

Die Ausstellung im kunstraum pro arte gliedert sich in drei Teile: Neben bekannten Kult-Klassikern zum Lochgott widmet sich Klein in seinen neuen, für diese Schau konzipierten Arbeiten der „Vereinfachung einer nicht unkomplizierten Welt“ und zeigt „Porträts für Kurzsichtige“. Erstmals öffentlich zu sehen ist außerdem das filmische Porträt „Eine Reise um den Zeichentisch“ von Jörg Burger.

Weitere Einblicke ins Oeuvre unter www.kleinteile.at

Ausstellungsdauer: 16. 11. bis  8.12.2012

Vernissage am Donnerstag, 15. November 2012 um 19:30 Uhr im kunstraum pro arte. Zur Einführung spricht Fritz  Ostermayer, Radiomacher. und Intendant der Schule für Dichtung

Mi – Fr: 16. – 19 Uhr Sa: 10 – 13 Uhr

Kristiane Petersmann/Edith Plattner/Katharina Weißhäupl: „jardin extraordinaire“

Der Tennengauer Kunstkreis gibt auch in seiner zweiten Herbst-Ausstellung jungen Künstlern die Möglichkeit, ihre Wrdke zu  präsentieren und  zeigt in seiner nächsten Ausstellung im kunstraum pro arte Arbeiten dreier Künstlerinnen.  Gezeigt werden drei Positionen, deren Individualität Programm ist  – ein außergewöhnlicher Garten, medial  (in der Unterschiedlichkeit der Ausdrucksmedien)  und künstlerisch:

Kristiane Petersmann, 1971 in Klagenfurt, Österreich, geboren, nimmt in ihren keramischen Arbeiten gerne Bezug auf keramische Traditionen aus der Kunstgeschichte. Mit feiner Ironie setzt sie diese in neue Kontexte, jenseits der Funktionalität der Vorbilder gelangt sie zu spielerischen Inszenierungen, die immer auch von Persönlichem erzählen.

Edith Plattner wurde 1967 in Bozen, Italien, geboren, sie lebt und arbeitet in München. In Ihren Zeichnungen und plastischen Arbeiten wird eine Welt von Gegensätzen, Widersprüchen, Gratwanderungen und unsicherem Terrain betreten.

Katharina Weishäupl, 1972 in München, Deutschland, geboren, beschäftigt sich in ihrer künstlerischen Arbeit mit dem Raum an sich. Sie setzt sich direkt mit dem jeweiligen Ort auseinander, in einer Art kontemplativem Zwiegespräch. Die Geschichte des Raumes vermischt sich mit der Geschichte und Sichtweise der Künstlerin. Sie spielt dabei mit Verweisen und formalen Möglichkeiten, öffnet unbemerkt Zwischenräume. Für ihre minimalistischen Skulpturen und Interventionen verwendet sie meist Alltagsmaterialien wie Plastiktüten, Strohhalme, Papier und Wollfäden. Sie setzt diese auf den Raum bezogen so ein, dass eine völlig neue Perspektive entsteht: eine Parallelwelt, Erinnerung oder hinterlassene Spur.

Ausstellungsdauer: 12.10. – 3.11.2012

Eine Besprechung dieser Ausstellung finden Sie unter http://www.drehpunktkultur.at/index.php?option=com_content&view=article&id=5111:in-einem-aussergewoehnlichen-garten&catid=82:kultur-im-land&Itemid=64 .

Vernissage am Donnerstag, 11. Oktober 2012 um 19:30 Uhr im kunstraum pro arte. Zur Ausstellung spricht Martina Berger-Klingler

Mi – Fr: 16 – 19 Uhr Sa: 10 – 13 Uhr

Elena Muti: „IO“

Seit 2006 kann der Tennengauer Kunstkreis auf eine sehr produktive Zusammenarbeit mit dem Jugendkultur-Netzwerk Schmiede Hallein zurückblicken.
Jedes Jahr zur Zeit ihres Workshops, in dem sich junge Leute aus aller Welt in neuen und alten Medien ausdrücken (können), zeigt die Schmiede im kunstraum pro arte eine Werkschau mit teilnehmenden Künstlern der aktuellen Periode.
Im Rahmen der Schmiede 2012 wird „Elena Muti“ ihre Arbeiten im kunstraum pro arte präsentieren:

Vier Jahre nach ihrem ersten Besuch kehrt „Elena Muti“ zurück zur Schmiede. In der Ausstellungsreihe IO spannt „Elena Muti“ ein Dreieck aus Spiegeln, Geschichten und dem eigenen Ich. Das Ich verliert sich in den Geschichten, wird im Spiegel zurückgeworfen und entdeckt sich plötzlich selbst wieder als Objekt der Betrachtung.
In der Eroberung neuer Terrains setzte Elena Muti sich ständig neuen Grenzen aus, die ihr so noch nicht bewusst waren. Auf diese Weise lernt sie sich über jedes neue Werk, jede neue Serie als eine neue Person kennen.
Die starke Auseinandersetzung mit dem Ich, seiner Definition und seinem Selbstbild liegt somit auch in der Arbeitstechnik begründet.
Wie gross ist der Einfluss der Künstler, die Elena Muti den Weg wiesen? Ist die Elena Muti der Literatur sie selbst, oder nur ein Spiegelbild der Ausbildung, der Szene und ihrer Arbeit innerhalb dieser Welt?
Das Thema ZERO bezieht Elena Muti mit IO dabei auf sich, auf das lyrische Ich des Künstlers, die Auflösung der personalen Identität auf verschiedensten Ebenen.

Ausstellungsdauer: 14.09.- 6.10.2012

Vernissage am Donnerstag, 13. September 2012 um 19:00 Uhr im kunstraum pro arte. Zur Ausstellung sprechen Rüdiger Wassibauer und Michela Pelusio.

Mi – Fr: 16 – 19 Uhr Sa: 10 – 13 Uhr

Stephen Mathewson – „Miami Deathwish 2“

Stephen Mathewson arbeitet seit nunmehr sechs Jahren an einer Fortsetzungsgeschichte, die sich durch alle Ausstellungen und Projekte zieht, eine Geschichte, in der es einen männlichen Hauptdarsteller gibt, der die wildesten Abenteuer erlebt. In diese Geschichte schreiben sich immer wieder auch autobiographische Andeutungen ein. Mathewson arbeitet mit (Wand) Zeichnungen, Malerei, Installation, aber auch als Musiker und Schriftsteller. Schreiben und bildnerisches Gestalten vermischen sich in zahlreichen seiner Arbeiten comicartig. Seine Ausstellungen funktionieren wie Filme, die scheinbar einem Skript folgen, die ein Narrativ aufzeigen, das der Künstler erzählen kann, das sich aber die BetrachterInnen auf andere Weise auch erarbeiten können. Die Halleiner Ausstellung setzt mit neuen Arbeiten die „unendliche Geschichte“ fort:

Charles und Kim sind noch nicht aus Vegas zurück, sondern streifen immer noch auf der Suche nach wahrem Glück durch die Wüstenlandschaft. Unterdessen werden daheim in Miami Arturo und seine Familie von einheimischen Gangstern aufgefordert, entweder zu spuren oder zu blechen. Cat Fischermann und seine Filmcrew stehen am Spielfeldrand und warten geduldig darauf, dass ihnen der Zufall zu Hilfe kommt.

Ausstellungsdauer: 17.  August – 8. September 2012

Vernissage am Donnerstag, 16. August 2012 um  20 Uhr im kunstraum pro arte. Zur Einführung spricht David Quigley.

Mi – Fr: 16 – 19 Uhr Sa: 10 – 13 Uhr

Christoph Schäfer – „Das Trauerspiel von Ur“

In dieser Ausstellung zeigt Christoph Schäfer neue Großzeichnungen. Ein zentrales Thema in seinem Oeuvre ist die Stadt; seine pointierte und eindringliche Auseinandersetzung reicht von deren Entstehung, z. B. der Stadt Ur in Babylonien vor 6.000 Jahren, bis zu ganz aktuellen Entwicklungen.

In seinem 2010 erschienenen Buch Die Stadt ist unsere Fabrik schreibt er: ”Der Prozess der Verstädterung beginnt in dem Moment, als menschliche Gruppen Dingesortieren und anhäufen. Denn Stadt bedeutet nicht nur Dichte – sondern die Verdichtung der Unterschiedlichkeit. – […] Größere Haufen verwandeln sich in Berge, Uchisar in Kappadokien, ein seit 6.500 Jahren bewohnter, ausgehöhlter Berg, Ausgrabungen Ur – urbar machen, Urbanität, Urgeschichte, Ursprung, Sprung, Haarwesen, Assur: fünf Hausmodelle aus Ton geformt.“ (S. 291)

Christoph Schäfer schafft es in seinen Zeichnungen, einen weiten Bogen zu spannen, vom Anfang der Menschheit bzw. der Stadt bis hin zu zeitgenössischen urbanistischen Analysen und der Kritik an der Gentrifizierungspolitik heutiger Imagecitys. Sein spezifischer Duktus ermöglicht es ihm, Geschichten und Theorien so darzustellen, dass sich für die BetrachterInnen völlig neue Sichtweisen auf historische Entwicklungen und aktuelle Verfasstheiten von Stadt ergeben.

Der Titel der Ausstellung Das Trauerspiel von Ur bezieht sich auf historisch überlieferte Klagelieder, in denen die Babylonier den Untergang einiger ihrer Städte betrauern.

Ausstellungsdauer: 20. Juli – 11. August 2012

Christoph Schäfer im Internet: www.christophschaefer.net

Vernissage am Donnerstag, 19. Juli 2012 um 20:00 Uhr im kunstraum pro arte. Zur Einführung spricht Jo  Ractliffe

Di – Fr: 16 – 19 Uhr Sa: 10  – 13 Uhr

Eduard Schmegner zum 80sten

Der Tennengauer Kunstkreis ehrt Eduard Schmegner zu seinem achtzigsten Geburtstag mit einer Ausstellung im kunstraum pro arte, die eine Retrospektive seines künstlerischen Schaffens zeigen soll.
Der Maler und Graphiker wurde 1932 in der Bukowina geboren und lebt seit 1941 in Hallein. Ab der Mitte der 1950er Jahre prägte ihn sein Studium an der„Schule des Sehens“ auf der Festung Hohensalzburg und sein „Lehrer“ Oskar Kokoschka. Sein Diplom am Mozarteum in Salzburg erhielt er im Jahre 1965.  Nachdem er 1973 dem Salzburger Kunstverein beigetreten war, nahm er beinahe jedes Jahr(!) an Einzel- bzw. Gruppenausstellungen teil. Seine letzte Ausstellung fand vor 4 Jahren statt.
Schmegners künstlerischer Schwerpunkt sind Landschaften, Ansichten von Hallein und Salzburg, von Tropea, einem Lieblingsaufenthalt des Künstlers, und seiner Heimat, der Bukowina; nicht nur naturalistisch abgebildet, werden sie zu einer eigenständigen visionären Erscheinung – wie ein Bühnenbild des Lebens.
Besonders beeindruckend ist auch sein aquarellistisches Erfassen von Bewegungsabläufen bei Tieren: Reiter und Pferde stehen im Zentrum, aber auch Vögel und der Hühnerhof sind Bildthema – er geht weit über Bewegungsstudien hinaus auf die einzelnen „Charaktere“ ein.
Der Künstler lotet immer wieder mit Pinsel und Farbe neue Dimensionen des Wechselspiels zwischen innerer und äußerer Spannung aus – es geht ihm nicht um malerische Virtuosität, sondern um die geistige Interpretation eines Themas mit den Mitteln der Kunst.

Ausstellungsdauer: 15. Juni – 7.  Juli 2012

Vernissage am Donnerstag,  14.6. 2012 im kunstraum pro arte. Eröffnung  durch Bürgermeister Dr. Christian  Stöckl Zur Ausstellung spricht Mag. Peter Husty, Chefkurator im Salzburg Museum

Mi – Fr: 16 – 19 Uhr Sa: 10 – 13 Uhr

Rita Atteneder, Florian Gapp, Sebastian Kienzl, Sebastian Köck: „40h”. Objekte der verfestigten Zeit

„40h“ ist eine Ausstellung, in der anstatt der Kunstwerke reine Substitute für die Arbeitszeit, die ansonsten in die Werke investiert worden wäre, präsentiert werden. Jedes dieser Ausstellungsstücke wird von vier Personen zehn Stunden lang erarbeitet – entspricht einer Mannwoche Arbeitszeit – und spiegelt in einer messbaren Dimension die verwendete Zeit nachvollziehbar wider. Wichtig hierbei ist, dass die investierte Zeit keinen wie auch immer gearteten Zweck verfolgt – die angestrebten Tätigkeiten empfinden nicht Arbeit nach, die Werke sollen nur als Abbildungen von Zeit dienen.
Die Objekte reflektieren dabei in einer greifbaren Weise den Umgang mit Zeit und die Rolle als Autoren der Ausstellung und sollen auch den Betrachtern und Betrachterinnen ein Gefühl dafür geben, wie lange an den Exponaten gearbeitet wurde. Hierfür werden Alltagsgegenstände und -handlungen herangezogen, die in ihrer Überhöhung zu unseren Werken werden. Aus der Benützung von Frischhaltefolie wird etwa eine riesige Kugel aus Folie, die ob der schieren Menge des aufgewickelten Materials erstaunt. Die Ausstellung besteht aus sechs Exponaten mit einheitlichem thematischen Hintergrund, die allesamt eigenhändig produziert werden.

Ausstellungsdauer: 5. – 9. Juni 2012

Vernissage am Montag, 4. Juni 2012 um 20.00 Uhr im kunstraum pro arte. Zur Eröffnung spricht Dr. Michael Manfé.

Di – Fr: 16 – 19  Uhr Sa: 10 – 13  Uhr

Erwin Trampitsch: „Heaven“

Der in Adnet bei Hallein lebende Fotograf Erwin Trampitsch zeigt erstmalig großformatige Fotografien aus seiner Wolken Serie.

Trampitsch erledigt den Großteil seiner Fotoaufträge aus dem Cockpit eines Hubschraubers. Er erkundet das land aus der Vogelperspektive und dokumentiert die Landschaft und ihre Veränderungen.
Im Zuge dieser vielen “Lufteinsätze” ergibt sich aber auch ein ungetrübter Blick auf den Himmel mit all seinen Stimmungen und Wolkenformationen. Der Himmel als Projektionsfläche ist eigentlich seit der Antike eine Thema das Künstler berührt: sei es in Kirchenräumen als Mosaik oder als barockes Deckengemälde. Der Himmel als Ort der geistigen Möglichkeiten oder als sich ständig veränderndes Wolkentheater ist Thema dieser Ausstellung. Dazu kommen noch die unterschiedlichen Tageszeiten die das Erscheinungsbild unterschiedlich beeinflussen.
Jeder von uns blickt öfters am Tag in den Himmel um eine kurze Pause einzulegen oder einen Gedanken auf die Reise zu schicken!

Daneben soll aber auch noch Augenmerk auf die meterologische Vielfalt der unterschiedlichen Wolkenformen gelegt werden.

Die Arbeiten von Erwin Trampitsch bestechen durch ihre Präzision, Perspektivwahl und exakte Farbabstufung.

Dauer der Ausstellung: 27.04. – 19.05.2012

Vernissage am Donnerstag, 26. April 2012, um 19:30 Uhr im kunstraum pro arte. Zur Eröffnung spricht Bernhard Niedermoser, Metereologe/Leiter der ZAMG Salzburg

Mi – Fr: 16 – 19 Uhr Sa: 10– 13 Uhr

Elfriede Vitzthum: „Du schon wieder !“

Elfriede Vitzthum, 1961 in Unken geboren, studierte Kunst- und Werkerziehung an der Hochschule Mozarteum Salzburg. Sie unterrichtet seit 1989 am Gymnasium Hallein Bildnerische Erziehung. Ihre in der Ausstellung gezeigten Bildfolgen, welche, wie die Künstlerin selbst sagt, sie „zu anderen Zeiten erschreckt hätten“ zeigen bedrohlich unantastbare Gestalten mit rätselhaften Antlitzen, die ihre Geheimnisse nie ganz preisgeben werden. Im Entstehungsprozess der Arbeiten konnte sich Elfriede Vitzthum ganz in den Zustand des „Innerhalb-der-Malerei-Seins“ einlassen, mit Visionen von Körperwahrnehmung, Körperausdruck und Dynamisierung, sie ließ sich treiben von Spannung und Entspannung, von Rhythmen und deren Übergängen. Von außen besehen erscheint dies nun wie ein verborgenes, nicht greifbares Tabu. Bei längerem Betrachten brechen sich Assoziationen Bahn ins Bewusstsein, es geht um „vom Anderen beziehen, bekommen, um ein Halten, Tragen und Getragen werden“, um Stabilität und Lebensfragen. Der Bildraum der inneren Welt jedenfalls ist real!

Ausstellungsdauer: 23. märz – 14.  april 2012

Eröffnung  am Donnerstag, 22.3.2012 um  19:30   Uhr im kunstraum pro arte. Es spricht Peter Haas.

mi – fr: 16 – 19 uhr sa: 10 – 13 uhr