POP-UP EXHIBITION: Drunter und Drüber
Kuratiert von Madelaine Williams
Gezeigt werden Arbeiten von:
Paulina Aumayr, Emilia Auersperg, Milagro Chinaglia & Matilde Wall, Leonie Holtkamp
Mit der Ausstellung DRUNTER & DRÜBER stellt der kunstraum pro arte einer jungen Kuratorin und deren Auswahl an Künstler*innen die Räumlichkeiten zur Verfügung, um außerhalb des geplanten Jahresprogramm eine Pop-up Ausstellung zu veranstalten und somit frischen Wind in unseren Space zu bringen.
Drunter & Drüber thematisiert einen Zustand innerer und gesellschaftlicher Bewegung, in dem Gedanken, Erinnerungen und Erfahrungen nicht linear verlaufen, sondern sich überlagern, verschieben und erneut an die Oberfläche treten. Was lange verdrängt schien, wird in diesem Spannungsfeld wieder sichtbar und verändert bestehende Ordnungen. Der Titel verweist dabei weniger auf ein Moment des Chaos als auf einen Zustand der Durchlässigkeit, einen Raum, in dem Verborgenes, Verdrängtes und Übersehenes artikulierbar wird.
Ein zentraler Bezugspunkt innerhalb dieses Gedankengangs ist die Arbeit Ceramic Tears (2025) von Milagro Chinaglia und Matilde Wall. Der mit Keramiktränen überzogene Sarg erscheint als stiller Körper voller eingeschriebener Geschichten und markiert eine Schwelle zwischen Endlichkeit und Transformation. Als „final resting place“ evoziert das Werk eine leise Spannung zwischen Verlust, Erinnerung und einem möglichen Danach und macht jene Übergangszustände sichtbar, die sich der eindeutigen Zuschreibung entziehen. Die in der Ausstellung versammelten künstlerischen Positionen von Paulina Aumayr, Emilia Auersperg, Milagro Chinaglia, Matilde Wall und Leonie Holtkamp fügen sich in diesen konzeptuellen Rahmen ein. Ihre Arbeiten leisten sowohl einen materiellen als auch einen konzeptuellen Beitrag zum Verständnis von Drunter & Drüber und setzen sich mit feministischer Widerständigkeit, mit Prozessen des Werdens und Vergehens sowie mit Fragen von Existenz innerhalb gesellschaftlicher Strukturen auseinander. Aus einer weiblich gelesenen Perspektive verhandeln sie kollektive Machtverhältnisse ebenso wie individuelle Zustände von Sorge, Angst und Erschöpfung und eröffnen einen Raum, in dem innere wie äußere Spannungen sichtbar werden.
Eröffnung: 05.02.2026 um 19:00 Uhr
Ausstellungsdauer: 06.02.2026 – 28.02.2026
Bildnachweis: Madzia Zalewa