nono (hedwig rotter & anne wolf): no.nonsens

nono präsentieren ihre produktlinie no-nonsens
porzellan – leuchten – taschen – accessories

Nono wurde mit dem besonderen Focus auf Interior- und Produktdesign von Hedwig Rotter und Anne Wolf 2001 gegründet.

Die Produkte von Hedwig Rotter und Anne Wolf zeichnen sich durch eine funktionelle Vielfalt und assoziative Formensprache und die Kombination verschiedener Materialien aus. Funktionale Einfachheit, beeinflusst von hoher Präzision und Humor, und ein Hinterfragen gewohnter Verhaltensweisen sind das Credo ihrer Arbeit. Die Produkte sind handgefertigt und werden als Unikate, limitierte Auflagen Kleinserien oder Auftragsarbeiten hergestellt.

Das Nono quartier befindet sich mitten im Zentrum von „Soho“ Ottakring.

Dauer der Ausstellung: 3. bis 21. Dezember 2004
Eröffnung: Donnerstag, 2.12.2004 um 19.30 Uhr
Zur Eröffnung spricht Gerold Tusch

 

 

Peter H. Wiener, Peter Semperboni: Vom Gedanken zum Entwurf

Dauer der Ausstellung: 29. Oktober bis 20. November 2004
Eröffnung: Donnerstag, 28.10.2004
Einführung Dr. Regina Kaltenbrunner, Barockmuseum Salzburg

http://www.wiener-fineart.at
http://www.kunstblick.at/wiener

 

Siegfried Zaworka: HUNDE WOLLT IHR EWIG LEBEN

Die Galerie pro arte in Hallein zeigt von 10.September bis 2. Oktober 2004 die Ausstellung „Hunde wollt ihr ewig leben“ von Siegfried Zaworka.

Für die relativ niedrigen Räume in Hallein, schuf Zaworka eigene Bildformate. Thematisch dreht sich einiges um die Wurst und provokant stellt er die Frage „Hunde wollt ihr ewig leben?“.
Seine Bildsprache ist phantastisch und unmittelbar. Für ihn „schafft die Malerei eine Verbindung zwischen dem Ich und Du, dem wir und Ihr. Was übrig bleibt, ist die mystische Weisung des Universums – das Streben nach Ausgeglichenheit und Freude.

Hunde wollt ihr ewig leben? – Ein Text von Siegfried Zaworka

Heute, nach ungezählten Schlachten, Versuchen und Experimenten manifestiert sich im Universum die Liebe zum elementaren Dogmatismus in Richtung dramatischer Inspirationsquellen für alle Bereiche des Lebens.
Diesem Streben trägt auch die in der Gewalt ihrer neuesten Themen stehende Malerei Siegfried Zaworkas Rechnung.
Wer hat die Wurst erstmals als Müllsack verwendet?
Wer liebt den Salamigeruch so sehr, dass er seine Abwesenheit ertragen kann?
Und warum ist verwurstetes Fleisch, erhitzt und auf Körpertemperatur, traurig machend und dennoch magenfreundlich?
Nun heißt es Farbe zu bekennen mit allen schiefen, harter Quälerei und natureigener Männlichkeit.
Hyperchondrien und Erotismus verkleben die Schweinsborsten, daher gilt es diese in die Fläche zu ziehen um für die Zukunft etwas Poesie zu archivieren.
Die Malerei schafft eine Verbindung zwischen dem Ich und Du, dem Wir und Ihr.
Was übrig bleibt, ist die mystische Weisung des Universums – das Streben nach Ausgeglichenheit und Freude.

Dauer der Ausstellung: 10. September bis 1. Oktober 2004

Eröffnung: Donnerstag, 9.09.2004 um 19.30 Uhr
Musik: The Ficke

 

Vera Khlebnikova: SELECTED

In Zusammenarbeit mit der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg
www.summeracademy.at

Die 5 gezeigten Künstlerbuch-Projekte sind alle inhaltlich verschieden; ihnen liegt allerdings eine sie vereinende Idee zugrunde: nämlich die unseres Eingebettetseins in unsere persönliche Geschichte und unsere durch persönliche Erinnerungen und Erfahrungen konstruierte Wertewelt.

Der Titel der Ausstellung lautet „Selected“. Dieser Name ist gleichzeitig der Name eines der präsentierten Alben. Dieses gleicht einem Familienalbum, aber ist voll von Briefen und alten Photos unbekannter Leute und von verschiedenen Dokumenten, die normalerweise [achtlos] weggeworfen werden: alte Stromrechnungen aus St. Petersburg, Fahrkarten für den Zug nach Stalingrad etc.-
Diese Idee wird in einer Installation mit alten Handtaschen – gleich jenen, in denen alte einsame Damen ihre Kostbarkeiten mitführen – fortgesetzt. In den Taschen finden sich alte Photos und Postkarten. Hier muss man sich in einem ersten Schritt dazu durchringen, ein Tabu zu brechen und in diese private Welt einzutauchen. Alle Bilder sind laminierte hochqualitative Farbdrucke. Sie sind ein kleiner Beleg für unsere individuelle Bestimmung und sollen dem Besucher die Möglichkeit geben, ein Stück fremder Lebenswelten mit nach Hause zu nehmen.
Ein anderes Buchprojekt, dessen Titel „Russian Portait“ lautet, ist auch interaktiv zu verstehen. Es besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil beinhaltet eine große Zitatensammlung mit Beschreibungen der Protagonisten klassischer russischer Romane des 19. Jahrhunderts. Den zweiten Teil bildet eine Reihe von Portraits, die von Künstlern der klassischen russischen Malerei des 19. Jahrhunderts geschaffen wurden.
Das Buch mit dem Titel „Unnamed“ hat unbekannte Menschen zum Inhalt, die uns auf alten Photos begegnen …. Würden Sie ihre Lebensgeschichte zu rekonstruieren versuchen? …
Das Buch mit dem Titel „Women, artist …“entstand am Anfang der Perestrojka, als die Leute in der Sowjetunion die Möglichkeit bekamen, eigene Zeitungsartikel zu veröffentlichen und Annoncen zu platzieren, ohne Zensur. Und zwischen den Zeilen kann man immer wieder faszinierende kleine Geschichten herauslesen – Geschichten, die das Leben schrieb.
Das Album „2000 stamps“ bezieht sich auf eine kleine Schachtel, in der diese Briefmarken gefunden wurden. Diese Briefmarkenserie wurde 1913 anlässlich des 300 Jahr-Jubiläums der Thronbesteigung der Romanoff-Dynastie gedruckt. Zwischen 1913 und 1915 wurden 2000 Marken gesammelt.

Dauer der Ausstellung: 24. Juli bis 21. August 2004
Eröffnung: Freitag, 23.7.2004 um 20.00 Uhr  ‚
Einführung: Prof. Dr. Barbara Wally

 

Reinhart Mlineritsch: „Hallein, Fotografien“

Anlässlich der Stadtfestwoche zeigt die Galerie Pro Arte Arbeiten des Salzburger Fotokünstlers Reinhard Mlineritsch.Nach dem Betrachten der Fotos von Hallein und der näheren Umgebung, ist die Welt nicht mehr wie sie vorher war. Reinhard Mlineritsch ist in minutiös komponierten Fotos der Schönheit auf der Spur, und dem Hang des Menschen zur Destruktion. Er besticht durch seine eindrucksvolle Fähigkeit, selbst den Verfall zu poetisieren.

www.mlineritsch.com

Dauer der Ausstellung: 25. Juni bis 17. Juli 2004
Eröffnung: Donnerstag 24.06.2004 um 18.00 Uhr
Einführung: Dr. Heinz Kaiser

 

Marianne Manda: Geheime Botschaften

Farbradierungen 2003-2004

Marianne Manda verbindet in ihrer Ausstellung “Geheime Botschaften“ die vierkleinen Ausstellungsräume der Galerie pro arte in Hallein mit einem durchgehenden Band aus randlos nebeneinander montierten Farbradierungen. Sie legt sozusagen eine Endlosschleife – einen Loop _ in Augenhöhe an und führt den Besucher entlang der Wände zum Ausgangpunkt zurück.
Bei erster Betrachtung erscheint das Endlosband wie eine Aneinanderreihung ornamentaler Elemente _ mit etwas orientalischer Note. Erst der genauere Blick _ vielleicht wird auch elementare Kenntnis orientalischer Kultur vorausgesetzt _ erkennt, dass es sich bei den ornamentalen Formen um arabische Schriftzeichen handelt. Alle Buchstaben des arabischen Alfabets werden einzeln, in Kombinationen, in Verbindungen und in Überlagerungen in kalligraphischer Weise dargestellt und vermitteln dem Schriftunkundigen einen geheimnisvollen Zwischenbereich zwischen Zeichen, Buchstaben, Schrift, Symbol, Bedeutung, Zeichnung, Linie, Schwung, “Arabeske“ und Ornament.
“Hatt wa Haraka“ (Linie und Schwung) nennt Marianne Manda denn auch diese Arbeiten, die Ergebnis ihrer intensiven Auseinandersetzung mit der arabischen, insbesondere der jemenitischen Kultur sind.
Die in Südbayern geborene Künstlerin studierte in München, wandte sich nach Anfängen mit Performances und Aktionen (auch pyrotechnischen Interventionen) der Druckgraphik zu und führte in den 90er Jahren eine Druckwerkstatt in Dresden. Seit 2 Jahren lebt sie in Salzburg und hat hier eine eigene Tiefdruckwerkstatt. Seit vielen Jahren ist sie Mitarbeiterin in den grafischen Klassen an der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst, verbringt also die Sommer in Salzburg und macht sich seit nunmehr 25 Jahren im Herbst auf in den Orient. So lange schon arbeitet sie als wissenschaftliche Zeichnerin beim Deutschen Archäologischen Institut an verschiedenen Grabungsstätten des Vorderen Orients. Zunächst in der Türkei, Syrien, den Vereinigten Emiraten und nun schon seit 18 Jahren im Jemen. Vor drei Jahren hat sie sich in Aden ein zweites Domizil geschaffen und verbringt nun viel Zeit _ auch über die Grabungsperioden hinaus _ in diesem Land, dessen Kultur Mitteleuropäer wohl entschieden fremd anmutet.

Was macht man, wenn man sich vollkommen fremd und dennoch angezogen fühlt? Man versucht, Verständnisebenen zu finden und aufzubauen. Marianne Manda hatte es da leichter als Touristen oder Geschäftsreisende, weil sie schon durch ihre Tätigkeit vor Ort Verknüpfungsebenen vorfand: Die Einheimischen, einerseits die Vorarbeiter und Arbeiter bei den Grabungen, die zum Lernen zumindest rudimentärer Kenntnisse ihrer Sprache zwingen, und dann die kriegerischen Stammesvertreter als Besitzer des Bodens, auf dem sich die archäologischen Stätten befinden, und welche die Fundobjekte, nachdem Marianne Manda sie gezeichnet hat, als Beute beanspruchen. Dann sind da die Funde selbst, Mauern von Bewässerungssystemen, Grabbeigaben, Tempelanlagen, Inschriften in einer geometrisch rhythmischen Schrift, – allesamt Zeugen der ruhmreichen sabäischen Vergangenheit, die Erkenntnisse aus den tiefen Schichten der Geschichte ermöglichen. Auf ihrem Arbeitstisch folgt dann die unmittelbare Begegnung mit den einzelnen Objekten, Statuetten, Gefäßen, Schmuck, die nun so nah und gegenwärtig sind und minutiös begriffen und wiedergegeben werden wollen.

So sorgfältig, mit genauem und geschultem Blick, wie sich die Künstlerin die Fundstücke zeichnerisch aneignet, so nähert sie sich auch dem arabischen Schrifttum und der Sprache. Die Bibliothek von Tarim im Hadramaut (von wo die Familie Bin Laden stammt) besitzt umfangreiches Schrifttum religiöser, philosophischer und wissenschaftlicher Natur, ornamental illuminierte, kalligraphische Bände, oft auch Transskriptionen aus dem Griechischen und anderen antiken Kulturen. Seit mehreren Jahren lernt Marianna Manda arabisch und ein älterer Taxifahrer in Sanaá meinte in meiner Gegenwart, sie spräche schon wie ein “bülbül“ (eine Nachtigall). Natürlich setzt sie sich parallel zum phonetischen Lernen mit der Schrift auseinander – nicht nur, um lesen zu können, sondern um zu verstehen, was hinter und unter dieser Schrift liegt, wie sie entstanden ist, und welche Bedeutung – angesichts des Verbots figürlicher Darstellungen religiösen Inhalts – das Ornament als Ersatz und Bedeutungsträger erlangen kann.
Marianne Manda beschreibt die arabische Kalligraphie als “Kunst der Linie, angesiedelt zwischen Zeichen, Symbol, Ornament, rhythmischem Band, geometrischer Gestalt und denaturalisierten organischen Ranken“. Die künstlerische Technik der Radierung, die ja ein Tiefdruckverfahren ist, entspricht in gewisser Weise der Archäologie – die älteste Schicht liegt als Substrat zuunterst, darüber lagern sich Superstrate, decken zu und schaffen eine dicht verwobene Oberfläche, die auf die Tiefe und ihre Geheimnisse dahinter verweist.

Barbara Wally

Dauer der Ausstellung: 28. Mai bis 19. Juni 2004

 

Katrin Plavcak: Der Plan zu verschwinden

Dauer der Ausstellung: 26. März bis 24. April 2004

bright light, 2004, 110x140cm, Öl/Baumwolle

www.plavcak.com

Prof. Bernhard Prähauser: Pastelle

Der Tennengauer Kunstkreis zeigt ab 29. Jänner 2004 in den Räumen der Galerie Pro Arte jüngste graphische Arbeiten des Salzburger Künstlers Bernhard Prähauser.

Prähauser, der die Galerie Pro Arte im Jahr 1961 in seinen eigenen Werkstatträumen ins Leben rief und diese Räume im Jahr 1983 dem Tennengauer Kunstkreis als Schauräume zur Verfügung stellte, ist damit wieder mit einer Schau in seiner Heimatstadt und gleichzeitig in seiner Heimstatt vertreten.

Das Thema dieser Ausstellung sind jedoch nicht die bekannten Arbeiten in Holz, sondern graphische Blätter. Der Bildhauer Bernhard Prähauser hat in jüngster Zeit neben den plastischen Arbeiten auch die „Malerei“ entdeckt. War die Zeichnung bisher vielfach ein Hilfsmittel, um einen Gedanken festzuhalten, eine dreidimensionale Arbeit zu skizzieren oder vorzubereiten, zuweilen auch eine autonome Skizze, zeigen die nunmehr in der Galerie Pro Arte präsentierten Arbeiten in Farbpastellkreide neue malerische Werte. Die Farbe verleiht der Linie eine neue Dimension, die über den plastischen Wert und die Form bzw. den Umriss hinausgeht Ð die Technik scheint eine logische Fortführung der Bildhauerischen Arbeiten.
Ein weiterer Grund für die Intensivierung dieser Technik ist das Alter, des inzwischen 83 jährigen Künstlers und eine gut überstandene Krankheit, die ein ständiges Arbeiten an der Werkstatt erschweren.

Der trotz seines Alterns unermüdlich schaffende Künstler findet seine Motive in seinem näheren Umkreis, Häuser, Gehöfte und Landschaften in Hintergöriach im Lungau, von denen in der Galerie Pro Arte ab 29. Jänner 2004 Werke zu sehen sind.

Dauer der Ausstellung: 30. Januar bis 21. Februar 2004

 

Martin Bruch: Bruchlandungen

Martin bekommt 1990 die Diagnose „Multiple Sklerose“ gestellt. Erstes Anzeichen dieser Erkrankung des Nervenysystems ist, dass ihn schon die minimale Kante eines Kanaldeckels zu Fall bringen vermag. Durch die sich an der „Isolierschicht“ der Nervenfasern (ähnlich wie bei einem elektrischen Kabel), bildenden Enzündungsherde, können Informationen nicht mehr exakt weitergeleitet werden und so kommt es zu Funktionsstörungen, gleichsam Kurzschlüssen.
Zu Beginn der Erkrankung bediente sich Martin zur Sicherung seiner Mobilität Tourenskistöcken. Vom leidenschaftlichen Schitourengeher, so erzählt er, wird er zum Stadttourengeher. Später verwendet er einen eigens umgebauten Trittroller, seit Mai 1997 ist er auf einen Rollstuhl ange- wiesen.
Martin stürzt häufig – massiv in den Jahren 1996 bis 1998 – mit dem Trittroller, später mit dem Rollstuhl. Er entdeckte eine neue Perspektive und machte Fotos unmittelbar nach dem Sturz. Jeden Un-fall, der gleichzeitig ein Not-fall ist, dokumentiert er fotografisch und notiert Ort, Datum und Uhrzeit.
Anfangs fotografiert er mit einer LOMO, später tritt eine KODAK-Einwegkamera in Verwendung, die robust genug, den Stürzen trotzt und da mit Blitz ausgestattet, erlaubt sie auch Aufnahmen bei Nacht. Die Perspektive nach jeder Bruchlandung, alltäglich und au§erge- wöhnlich zugleich, gilt es festzuhalten. Nahezu minuziös ist Martins Weg zu verfolgen. 2001 gibt Martin Bruch das gesammelte Material als wunderbares kleines Buch heraus. Seine 312 „Bruchlandungen“ vom 22. Mai 1996 bis zum 28. Juni 2001 sind darin zu sehen. Mit diesem wundersamen Projekt wird er von Harald Szeemann zur 49. Biennale von Venedig „Plateau der Menschheit“ eingeladen.
Die Bruchlandungen sind Vergangenheit.
Mit einem Leichtlaufrad, das vor dem Rollstuhl befestigt und händisch angetrieben wird, dem sogenannten Handbike, hat Martin seit 1998 bis 2003 stolze 16.000 km zurückgelegt, täglich und bei jeder Witterung!
Und folgerichtig (nachdem er kaum mehr stürzt) drehte er den Video-Film handbikemovie Vienna und den Film handbikemovie.
Dies sind autobiografische Lebensabschnittsbeschreibungen und eine logische Weiterentwicklung des Fotobuches BRUCHLANDUNGEN.

Martin Bruch:

Boom Operator (Tonangler) bei Filmprojekten – wie z.B. „Strauss-Dynastie“ (Marwin Chomisky), „Illona und Kurti“(Reinhard Schwabenitzky), „Wahre Liebe“ (Kitty Kino), „Hannah Monster Liebling“ (Christian Berger), „Kinder der Landstrasse“ (Urs Egger), „Dead FlowersÒ“(Ily Huemer) „Muss denken“(Niki List) und abschließend „Lucona“ mit David Suchet.). Durch die Erkrankung an MS Wechsel vom Film-Set ins Film-Tonstudio TREMENS.  Langjährige Arbeit als Geräusche-Archivar (er betreute 40.000 Geräusche).

Dauer der Ausstellung: 10. Oktober bis 8. November 2003
Vernissage: 9.10.2003 um 19.30 Uhr
Einführung: Dr. Günther Dankl, Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum

 

Leoni Oostvogel: „Out of sight“

Fotografie

Dauer der Ausstellung: 12. September bis 4. Oktober 2003

Serie „Out of sight“ 2003 Edition 3, Cibachrome on dibond, 40 x 60 cm

 

Milos Chlupác, Roger Bischoff : „SETKANI – ENCOUNTER (Begegnung)“

In Zusammenarbeit mit der Internationalen Sommerakademie

Die heurige Sommerausstellung in Zusammenarbeit mit der Int. Sommerakademie für Bildende Kunst in Salzburg ist den beiden Künstlern Miloslav Chlupác und Roger Bischoff gewidmet. Milos Chlupác unterrichtet seit einigen Jahren im Kiefersteinbruch am Untersberg in Zusammenarbeit mit Susanne Tunn und Roger Bischoff.

Dauer der Ausstellung: 25. Juli bis 30. August 2003
Eröffnung: Donnerstag, 24. Juli 2003 um 20.00 Uhr
Zur Eröffnung spricht  Prof. Dr. Barbara Wally, Leiterin der Sommerakademie für Bildende Kunst in Salzburg

 

Leonard Besl: „Zeitsprünge“

Malerei als Medium und der Mensch in Bewegung als formales Element – das sind die bestimmenden Gegebenheiten, mit denen Leonhard Besl arbeitet. Für die Ausstellung „Zeitsprünge“ in der Galerie Pro Arte (Hallein) hat er eine Pr<sentation speziell für die kleinen, aber reizvollen Räume der Galerie entwickelt. Seine Bausteine sind grundierte Fichtenbretter, auf denen sich unterschiedlich farbige Gestalten in lustvoller, sportiver Bewegtheit tummeln. Diese Bretter, seine Bildträger, sind als Fries angeordnet und umlaufen – ungefähr in Kopfhöhe – die Ausstellungsräume. Die nahtlose Aneinanderreihung der Bildträger bringt zwei Momente ins „Wahrnehmungsspiel“: einerseits erscheint die kleinteilige Raumsituation der Galerie plötzlich als Ganzes, andererseits fühlt sich der Betrachter als Beobachter einer nicht enden wollenden Bewegungssequenz ähnlich einem Endlos-Video-Loop.
Leonhard Besl, als Rollstuhlfahrer selbst sehr bewegungseingeschränkt, findet über die Malerei eine Möglichkeit, Bewegung als lustvolles Agieren erleben zu können, wenn auch in einer sublimierten, gewissermaßen überhöhten Form.

Dauer der Ausstellung: 28. Juni bis 19. Juli 2003
Eröffnung: 27.6.2003 um 19.30 Uhr
Es spricht Prof. Dr. Michaela Strasser

19 cm hoch, ca. 48 m lang, Fichte, Acryl, rund um die Galerie

 

Gabriele Chiari: „PLÄTSCH“

„Stilles Plätschern“ ist den unterschiedlichen Arbeiten gemeinsam. Zum einen ergießen sich Inhalte, zum anderen Farbwasser. In beiden Arbeitsweisen spielt Zeit eine wichtige Rolle. Während monatelanges Zeichnen sich zu wenigen Minuten Film kondensiert, entstehen die Aquarelle in langer gedanklicher Vorarbeit, deren Verwirklichung nur wenige Sekunden dauert. Dieses differenzierte zeitliche Erleben spiegelt sich auch im Betrachten der Arbeiten. Der bunte Erzählstrom der Filme hebt die Stille der Aquarelle hervor, die sich dem Blick erst langsam erschließen.

Nestbeschmutzer / on n’autriche pas entstand 2000, auf die wiederholte Frage hin, wie ich nun als Österreicherin, in Frankreich, zu den politischen Ereignissen meines Landes Stellung nähme. Anhand von Bildern und Assoziationen suche ich nach einer sehr persönlichen Antwort, deren humorvoll-kritischer Ton vom schockartigen Aufeinanderprallen formaler und inhaltlicher Spannungen getragen ist. Das traditionelle Trickfilm-Zeichnen bietet mir in diesem Zusammenhang eine reiche Palette an graphischen Tonarten und bringt manchen bildhaften Lapsus mit ins Spiel.
Malina und ich ist der Versuch einer Interpretation des Romans von Ingeborg Bachmann anhand der vielen traumatischen Bilder, die der Text evoziert. Der Film orientiert sich lose an der Erzählstruktur des Buches und konzentriert sich vor allem auf die Intensität des beschriebenen Empfindens. Auch hier ist der Prozess des Zeichnens ein wichtiges Mittel, um zwischen den Zeilen zu lesen.
Auf spielerisch leichte Art bezieht sich Anime auf das legendenumwobene Gemälde L’Origine du Monde von Gustave Courbet. Anhand dieses und anderer Beispiele aus der Kunstgeschichte parodiert Anime die mythische Verflochtenheit von Kunst und Erotik.

Die Idee des Aquarellierens enstand aus der anfänglichen Provokation, diese klassische Technik denn aufzufrischen. Die Wahl großformatiger Papiere und entsprechender Malutensilien, wie etwa Malereimer oder Gießkanne, bedingen ein völlig neues Aktionsfeld. Von einem geistigen Bild ausgehend, bestimme ich ein oder zwei Malschritte, die ich anschließend sehr konzentriert ausführe, wie etwa Schütten oder Giessen. Auch der Trocknungsprozess ist ein aktiver Malschritt, da er oft Zeichnungen zum Vorschein bringt, die allein durch die Ansammlung von Wasser anhand der Spannungen im Papier entstehen. Währenddessen bin ich lediglich in der Rolle des Beobachters. Mein Interesse an diesen Aquarellen liegt vor allem in ihrer Amivalenz von formaler Klarheit und hauchzarter Emotion.

Dauer der Ausstellung: 23. Mai bis 14. Juni 2003

 

Mady Braun: „Annoncen“

„ANNONCEN“ lautet der knappe, aber sehr bezeichnende Titel der Ausstellung von Mady Braun. Die in Freiburg (D) und Salzburg lebende Künstlerin präsentiert vom 24. April bis 17. Mai ihre illustrierten Kleinanzeigen in der Galerie Pro Arte.
Ausgangspunkt sind Kleinanzeigen in deutschen und österreichischen Gratiszeitungen. Der vorgefundene, knapp formulierte Text samt Telefonnummer wird von der Künstlerin ins Bild umgesetzt. Es entstehen sorgfältige Acrylbilder – naiv gehalten und in satten Farben Die Objekte der Begierte sind freigestellt auf einer monochromen Fläche.
Brauns Bildsprache ist meist so knapp wie die schriftliche Vorlage. Nur manchmal fügt sie Details hinzu: Gartenzwerge und ein Bambi umrahmen den „Wohnwagen-Stehplatz“. Sie sollen die Werbewirksamkeit erhöhen.
Die Annoncenbilder sind Stillleben im eigentlichen Sinn: unscheinbare Dinge des Alltags werden arrangiert und mit tieferen Symbolen unterlegt.
Braun spielt in ihren Bildern einerseits mit diesen Werten andererseits setzt sie bewusste Zeichen gegen die hochglänzende aktuelle (Werbe)Welt.

Dauer der Ausstellung: 24. April bis 17. Mai 2003

 

Christina Breitfuß: „Falling“

Every year in autumn…I like to go and gather mushrooms in the woods…Nobody has ever shown me which one to pick…so I use a book…a guide with pictures. My experience is…that those pictures are no help. Is it poisonous…or not?…I don’t want to decide only by looking at pictures and comparing them to reality. Because…if I am wrong?…I don’t want to think about it. So…my question is…do you know any picture…you can really profit from?

Dauer der Ausstellung: 21. März bis 12. April 2003

 

Brigitta Huber: Zeichnungen und Skulpturen

Brigitta Huber ­ 1939-2002

Der Tennengauer Kunstkreis widmet seine letzte Ausstellung im Jahr 2002 der im Sommer verstorbenen Halleiner Künstlerin Brigitta Huber. Am bekanntesten sind ihre Blumenaquarelle. Daneben zeigt die Ausstellung aber auch Landschaftsstudien, Akte und Architekturskizzen sowie Skulpturen. Erstmals zu sehen sind auch Bewegte Akte“, die im Rahmen eines Freifaches an der Schule entstanden sind. Alle Werke eint der dynamische Strich und der oft ungewöhnliche Blickwinkel. Huber gestaltete viele Jahre die Vorlage zum „Stadtfestbutton“ der Halleiner Stadtfestwochen.

Dauer der Ausstellung: 29. November bis 21. Dezember 2002

 

Helmut Bruch: Offene Form

Helmut Bruch ist einer der wichtigen Plastiker der konkret-konstruktiven Kunst, dessen Werk internationale Anerkennung durch Aufträge und Ausstellungen im In- und Ausland findet.
Die bevorzugten Materialien sind Acrylglas und Edelstahl. Ihre auf das Licht bezogenen Eigenschaften – Transparenz und Reflexion – kommen seinem Konzept Immaterielles zu vermitteln, sehr entgegen. Die Arbeiten sind naturgesetzlich bzw. mathematisch orientiert, bei äußerster Beschränkung der Mittel. Vielen seiner Plastiken und Skulpturen legt er das klassische Harmoniegesetz des „Goldenen Schnittes“ zu Grunde. Das heißt, dass nichts von der „äußeren Erscheinungswelt“ abgebildet oder abstrahiert wird, sondern die Plastiken sind als das „wahrzunehmen“ was sie sind, also räumliche, elementare Formen aus Acrylglas und aus Edelstahl mit bestimmten Maßen, die zum Teil mit den Primärfarben gelb, rot oder blau kontrastieren.
Die Maße dieser unspektakulären, plastischen, offenen Formen beziehen sich auf die in der Natur innewohnende Ordnung.
Die Progressionen beinhalten Begrenztes und Unbegrenztes. Durch gedankliche Weiterführung des Wahrnehmbaren kann der Betrachter in die Unendlichkeit des Raumes – in die Tiefe der Zeit und des Werdens vordringen.
Alles in allem ein besonders sinnliches Erlebnis in Zusammenhang mit Erkenntnis und Naturgesetz. Für das Reiz überflutete Auge eine Wohltat.
(Klaus Thoman)

Dauer der Ausstellung: 4. bis 30. Oktober 2002

 

Hella Berent: Zeichnungen=Objekte

In Zusammenarbeit mit der Internationalen Sommerakademie

Der Tennengauer Kunstkreis zeigt ab 8. August 2002 in Zusammenarbeit mit der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst neueste Werke der 1948 in Thedinghausen geborenen Künstlerin HELLA BERENT.
Hella Berent leitet derzeit auf der Festung Salzburg im Rahmen der Sommerakademie eine Klasse mit dem Titel „Zeichnung als Raum – Raum der Zeichnung“. Hella Berent bezieht sich in der Ausstellung in der Galerie Pro Arte auf diese Thematik. Der Raum nimmt in der Arbeit, im Denken von Hella Berent die zentrale Bedeutung ein. Im Raum spiegelt sich sowohl der Mikro- als auch der Makrokosmos, der Geist des Individuums ist ebenso Raum wie dessen Körper, Raum ist aber auch der jeweilige Ort, an dem sich Geist und/oder Körper an unterschiedlichen Orten manifestieren. Nie ist eine Grenze, ein Abschluss sichtbar. Der Raum verkörpert ein eigenes Universum. Biografie und künstlerische Tätigkeit, bewusster ständiger Ortswechsel – Berent lebt in Italien, Indien, den USA und Ägypten – und Arbeit gehen miteinander einher.
Aus diesem Grund wird die konzeptuelle Arbeit der Ausstellung Zeichnung = Objekt in der Galerie Pro Arte als Rauminstallation sichtbar. Gezeigt werden sowohl farbige Wandzeichnungen, bezogen auf die Galerieräume als auch Zeichnungen und Fotos aus dem Steinbruch am Untersberg, wo Berent im Sommer 2001 eine Klasse für Bildhauerei der Internationale Sommerakademie unterrichtete.

Dauer der Ausstellung: 8. bis 31. August 2002

 

„Die vielen Gesichter Österreichs“ in Hallein

Ein Projekt von Elisabeth Kohlweiss, Peter Hassmann, Hubert Dimko, Annegret Kohlmayer

Vor zwei Jahren startete der Verein „Die vielen Gesichter Österreichs“ dieses Projekt.
Die Identität wird von vielen Faktoren bestimmt. Vor allem aber von Menschen, die hier leben. Um diese geht es. Ein Jahr lang wurden die BewohnerInnen Österreichs zur Selbstdarstellung vor der Kamera animiert. Zum Stadtfest Hallein 1999 wurden die Bewohner Halleins fotografiert. So, wie sie selbst porträtiert werden wollten. Ein Zelt diente als mobiles Atelier. Das Ergebnis kann in der Galerie Pro Arte im Rahmen des heurigen Hallein-Festivals besichtigt werden.

Dauer der Ausstellung: 20. Juni bis 20. Juli 2002

 

Edwin Schäfer: Malerei und Zeichnung – Warum wir in unseren Körpern und unsere Körper in Architekturhöhlen wohnen

Edwin Schäfer wird vom 11. bis 24. Mai täglich in der Galerie arbeiten und kann in der Zeit von 14 bis 18 Uhr besucht werden. am 16. und 23. Mai finden Abendveranstaltungen um jeweils 19:30 Uhr statt.
Edwin Schäfer, geb. 1965 in Hanau, lebt und arbeitet in Offenbach und Frankfurt am Main, Studium an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach.
Das Verwachsen des Körpers mit der ständig umgebenden Architektur ist ein so alltäglicher Zustand, dass er kaum mehr wahrnehmbar erscheint. Im gleichen Maß wird auch der Körper zu einer Behausung, die zunehmend als Objekt fungiert und ebenso unter architektonischen Gesichtspunkten betrachtet werden kann.
In der Ausstellung in der Galerie Pro Arte wird Edwin Schäfer für zwei Wochen dort täglich arbeiten und zeichnerisch auf die spezifischen Bedingungen des Galerieraumes reagieren. Dabei werden in der ersten Woche Zeichnungen auf Papier und Wandzeichnungen entstehen, die sich gewissermaßen von Innen, das heißt aus der Situation des Raumes heraus auf die Gegebenheiten einlassen und im zeichnerischen Prozess einen körperlichen Zugang zur Architektur erarbeiten.
In der zweiten Woche soll die dann entstandene zeichnerische Installation den Hintergrund für eine schriftliche und fotografische Auseinandersetzung mit der dort entstandenen Arbeit dienen. Hierbei soll die Subjektivität und körperbezogene Arbeitsweise des Zeichnens durch die ebenfalls subjektive aber distanziertere Materialität des Schreibens und Fotografierens in einen weiteren Zusammenhang gestellt und reflektiert werden.

Dauer der Ausstellung: 17. Mai bis 8. Juni 2002

 

Martin Dickinger : „Halde 15“

Skulpturen

Ziel dieser Ausstellung ist die ungewöhnliche Präsentation des jungen oberösterreichischen Künstlers Martin Dickinger.
„Halde 15“, so der Titel der Ausstellung, ist eine Installation der besonderen Art, die alle Räume der Galerie durchdringt. Papier ist Ausgangspunkt der Auseinander-setzung. Wer vor Dickingers Arbeiten aus Papiermaché steht, wähnt sich in den Kulturhalden der Zeitläufe.
Formen über Formen, rund, spitz, eckig, kantig, meist offen, versammelt in Gruppen, auf Halden, anmutend wie Relikte vergangener und fortdauernder Kulturen.
Dickinger gestaltet für die Galerieräume eine neue Anordnung seiner archaischen Objekte. Leichtigkeit und Schwere heben sich auf und geben Raum für neue Erkenntnisse.
Dickinger ist auch ein Absolvent der Fachschule für Holz- und Steinbildhauerei in Hallein. Außerdem stellt das Ausgangsmaterial Papier einen weiteren Anknüpfungspunkt zu Hallein dar.

Dauer der Ausstellung: 5. bis 27. April 2002

 

Emilio Ganot : „I was in Gander“

Photos

Emilio Ganot wollte am 11. September 2001 von Salzburg nach Houston/Texas fliegen. Er landete in Gander – Neufundland, einem Ort mit 10.000 Einwohnern und einem unbedeutenden Flughafen (im Control Tower arbeiten 4 Leute). Insgesamt waren dort plötzlich 40 Flugzeuge und circa 8000 Passagiere. In sehr kurzer Zeit haben es die einheimischen Kanadier geschafft, alles Notwendige wie Unterkunft (es gibt kaum Hotels), Essen, Kleidung, den alltäglichen Bedarf, medizinische Versorgung, psychische Unterstützung, Kommunikation mit der Außenwelt etc. zu organisieren. Alle Passagiere eines Flugzeuges wurden immer zusammen in einem Haus untergebracht. Die Passagiere des Fluges LH 440, Frankfurt-Houston landeten in St. Martin’s Community Center, einer Anglikanischen Kirchengemeinde.
Was kann man tun, wenn 140 Leute aus verschiedenen Ländern in einem großen Haus ohne Privatsphäre für 5 Tage zusammen leben müssen?
Emilio Ganot fotografierte:Die Fotos sind meistens sehr schnell aufgenommen, da ihn in diesem Fall mehr die Stimmung und nicht die Fototechnik interessierte. Die alltäglichen Tätigkeiten der Passagiere, wie z.B. Essen, Schlafen, Fernsehen, sich Unterhalten, Telefonieren und vor allem Warten werden gezeigt. Das Gander Community Center, die Town of Gander, St. Martin’s Center, die Nachbarn und vor allem die Leute von St. Martin’s Parish bildeten die Protagonisten und die Bühne dieser Geschichte.
Es war teilweise dramatisch, teilweise lustig, teilweise lästig, aber auch bewegend und teilweise langweilig.

Dauer der Ausstellung: 21. Februar bis 16. März 2002

kunstraum pro arte · Schöndorferplatz 5 · A-5400 Hallein