Jahr: 2022

Termin: Samstag, 14. Mai 2022

Programm: 
8:00 Uhr: ABFAHRT Hallein Pernerinsel, Tourismusverband, Mauttorpromenade
8:15 Uhr: Zustieg in Anif beim Hotel Hubertushof möglich (bitte bei Anmeldung bekanntgeben)

10:00 Uhr: Lentos Kunstmuseum Linz: Führung durch die Ausstellung
Inge Dick. Farbe des Lichts
Das malerische, fotografische und filmische Sichtbarmachen von Licht und Lichtfarbe ist künstleri-sches Lebensthema der österreichischen Künstlerin Inge Dick (*1941). Im Zentrum der Ausstellung steht das vierteilige Projekt „jahres licht weiss (2012 – 2015)“. In diesem Jahreszeitenprojekt spürt die Künstlerin in experimenteller und gleichsam poetischer Weise dem facettenreichen Wesen des Lichts nach. Mit vier Digitalfilmen macht sie die Veränderungen der Lichtintensität und den Wandel der Lichtfarbe über das Jahr hin bildhaft. Die Digitalfilme bilden die Basis für den nachfolgenden künstlerischen Auswahlprozess, aus dem die im Lentos gezeigten Fotoarbeiten entstehen. Inge Dick gilt als renommierte Vertreterin der österreichischen Gegenwartskunst. Für ihre einzigartige Position im Bereich der zeitgenössischen experimentellen Fotografie und des Films erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem im Jahr 2020 den Österreichischen Kunstpreis für Fotografie.

11:30 Uhr: Mittagspause

13:00 Uhr: Schlossmuseum Linz: Führung durch die Ausstellung
Brigitte Kowanz: ISTR
Mit Brigitte Kowanz (1957-2022) wird im Schlossmuseum Linz eine der renommiertesten und wichtigsten Künstler*innen Österreichs ausgestellt. In Wien geboren, studierte sie von 1975 bis 1980 an der Universität für angewandte Kunst Bildhauerei, wobei schon damals ihr Hauptinteresse den lichterzeugten Medien Video, Film und Fotografie galt. In Abgrenzung zu den figurativen und neoexpressionistischen Tendenzen in der neuen wilden Malerei suchte sie die analytische Auseinandersetzung mit lichtbezogenen Phänomenen der Wahrnehmung und deren Auswirkungen auf einen traditionellen Bildbegriff, den sie von Anfang an in Frage stellte und konsequent erweiterte. „ISTR“ ist eine zusammenhängende Rauminstallation, an der Brigitte Kowanz bis kurz vor ihrem Tod arbeitete und die ihren Entwürfen entsprechend realisiert wird.

16:00 Uhr: Besuch der Konradkirche in Oberwang und im Atelier von Lydia Roppolt

Lydia Roppolt (1922-1995) war eine österreichische Künstlerin der Moderne. Ihre Hauptwerke sind Glasfenster für Kirchen. Daneben schuf sie auch Fresken, Textilien, plastischeObjekte, Ölbilder und Grafiken. Lydia Roppolt studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Sergius Pauser, Albert Paris Gütersloh und Herbert Boeckl. Eine entscheidende Wende in ihrem Schaffen brachte der Gewinn des Wettbewerbes für das Glasfensterband für die Linzer Bindermichl-Kirche im Jahr 1955. Eine Vielzahl von Aufträgen für Glasfenster folgte. Sie ist in der Konradkirche in Oberwang beerdigt. Roppolt gehörte der Benediktinischen Laiengemeinschaft an. Am Sitz der Laiengesellschaft in der Gemeinde Oberwang besaß sie ab 1967 ein Atelier, direkt neben der Konradkirche. Die Innen- und Fenstergestaltung der Konradkirche trägt ihre Handschrift.

17:30 Uhr: Rückfahrt nach Hallein

Programmänderungen vorbehalten.
Anmeldung: telefonisch oder per mail: helga.besl@forum-hallein.at 0043 699 11083235, Kosten pro Person: Regulär € 55.-// Mitglieder TKK € 45.- // Studierende bis 26 Jahre € 35.-

Wann: Samstag, 28. Mai um 11:00 Uhr
Wo: kunstraum pro arte

In einer Führung mit Künstlergespräch zur Ausstellung „Curtain Walls & Rauten Symphonie“ gibt Thomas Hörl Einblicke in die Hintergründe seines künstlerischen Schaffens sowie in die Entstehung seines aktuellen Filmprojektes.

 

 

Wissen Sie, wo die größte feministische Bewegung der 1960er Jahre ihren Ursprung hatte? Indonesien! Viele europäische und nordamerikanische Feministinnen glauben, dass ihre Interpretation von Freiheit und Gleichheit in den sogenannten globalen Süden exportiert wurde. Tatsächlich hatte die Frauenbewegung in Indonesien ihre größte Ausbreitung zwischen den 1920er und den frühen 1960er Jahren erlebt. Sie repräsentierte damals die größte und fortschrittlichste feministische Bewegung der Welt. Die Aktivist*innen forderten Zugang zu Bildung, Arbeitsrechte, das Recht auf Scheidung, Kinderrechte und Landrechte.

Sie waren antikolonialistisch, antiimperialistisch und kämpften für die Gleichstellung der Geschlechter. Zur Unterstützung berufstätiger Frauen initiierten sie in ganz Indonesien ein System zur Kinderbetreuung, Gemeinschaften zur Selbstbildung und eine Infrastruktur zur gegenseitigen Selbsthilfe. Mit drei Millionen Mitgliedern war Gerwani die stärkste Organisation dieser Bewegung. Gerwani-Vertreter*innen forderten Indonesiens Unabhängigkeit, Souveränität und Blockfreiheit gegenüber den Machtblöcken des Kalten Krieges. Nach einem von westlichen Ländern unterstützten Staatsstreich wurden Gerwani und alle anderen kritischen, feministischen oder linken Netzwerke zum Schweigen gebracht. Kritische Ideen konnten nur noch in versteckter, codierter, übersetzter und verschlüsselter Form kommuniziert werden. Multinationale Konzerne begannen, die indonesischen Märkte und die indonesische Wirtschaft zu dominieren, indem sie Minen ausbeuteten, Öl exportierten, Wasser privatisierten und Land verseuchten.

Mit diesem künstlerischen Forschungsprojekt versucht Stefanie Wuschitz, die Praktiken und Positionen der zerstörten feministischen Bewegung zu rekonstruieren. Um vielfältiges Archivmaterial zu nutzen und die Privatsphäre der interviewten Personen zu wahren, wurde das Videoprojekt als animierter Dokumentarfilm umgesetzt. Die Installationen und Zeichnungen in dieser Ausstellung gehen der Bedeutung von Neokolonialismus und Extraktivismus in unserer Gesellschaft nach. Das Video „Rumah Hacker“ und die Installation „Congklak“ untersuchen Commons als Strategie zur gerechten Verteilung begrenzter Ressourcen.

Die Ausstellung basiert auf dem gleichnamigen künstlerischen Forschungsprojekt das als Post-Doc Projekt in künstlerischer Forschung an der TU Berlin, finanziert durch das Digital Programm der Berliner Hochschulen, durchgeführt wurde.

Eröffnung: Donnerstag, 24. Februar 2022 um 19:30 Uhr

Dauer der Ausstellung: 25. Februar bis 02. April 2022

 

Bildnachweis: by Stefanie Wuschitz 2022

 

Video Interview mit Stefanie Wuschitz über „Coded Feminisms in Indonesia“

Wann: Freitag, 27. Mai um 19:00 Uhr
Wo:
Stadtkino Hallein, Saal 2

„Die dämonische Leinwand“ – Filmabend mit anschließendem Gespräch

Begleitend zur Ausstellung „Curtain Walls & Rauten Symphonie“ von Thomas Hörl im kunstraum pro arte, werden beim Filmabend im Stadtkino Hallein Filmarbeiten gezeigt, die in den letzten fünf Jahren gemeinsam mit Victor Jaschke, Peter Kozek und Alexander Martinz entstanden sind.

Zu Beginn des Filmabends ist eine Zusammenstellung aus der Horrorfilmtrilogie Dämonische Leinwände I-III (2017-2019) zu sehen. Auf diese Einstimmung ins Genre des Horrorfilms folgt die Premiere des kürzlich fertiggestellten Filmprojekts F.W.M. Symphonie, dessen Rohschnitt in der aktuellen Ausstellung im kunstraum pro arte zu sehen ist. Der fertiggestellte Film wird nun erstmals im Rahmen des Filmabends der Öffentlichkeit gezeigt. Zum Abschluss des Abends wird der 2019-21 an der Großglockner Hochalpenstraße entstandene Film LICHTHÖHE von Thomas Hörl & Peter Kozek in Zusammenarbeit mit Victor Jaschke gezeigt. Das Filmprojekt LICHTHÖHE wurde im Rahmen der von Michael Zinganel kuratierten temporären Kunstinterventionen SERPENTINE – a touch of heaven (and hell) entlang der Großglockner Hochalpenstraße realisiert.

Hier geht’s zum Detailprogramm des Abends.

 

 

Wann: Sa, 2.4.2022, 11 Uhr
Wo: 
kunstraum pro arte

In einem Kurzvortrag mit anschließendem Gespräch gibt Stefanie Wuschitz Einblicke in die Hintergründe und Entstehung ihres künstlerischen Forschungsprojektes „Coded Feminisms“.

 

©  Stefanie Wuschitz: Gerwani, 2020, Computerbearbeitete Zeichnung über Archivbild

Artist Talk

Dienstag, 8. März von 18:30 bis 20:00 Uhr

Stefanie Wuschitz: „Srimpi“ Tanz, 2021, Computerbearbeitete Zeichnung über video footage

Mit: Stefanie Wuschitz (Medienkünstlerin) und Sandra Chatterjee (Choreografin und Wissenschaftlerin), Moderation: Kerstin Klimmer-Kettner (Vorstandsteam Tennengauer Kunstkreis)

Zum internationalen Frauentag diskutieren wir über feministische künstlerische Strategien im Kontext globaler Ungleichheit. Ausgehend von dem aktuellen künstlerischen Forschungsprojekt und der Ausstellung „Coded Feminisms“ der Medienkünstlerin Stefanie Wuschitz sowie dem partizipativen Performance-Projekt „The Smells of Racism“ der Choreographin und Wissenschaftlerin Sandra Chatterjee fragen wir nach globalen Perspektiven von Produktion, (Neo-)Kolonialismus und Rassismus und thematisieren feministische Ansätze des Gemeinschaffens und der kollektiven Fürsorge sowie kollektiver Erinnerung und Heilung. Dabei versuchen wir Möglichkeiten und Grenzen künstlerischer Intervention, Repräsentation und Kollaboration auszuloten.

 

Ausgehend von seiner aktuellen Filmarbeit F.W.M. Symphonie, über das Verschwinden und die Wiederherstellung des gestohlenen Schädels von Friedrich Wilhelm Murnau – einem der einflussreichsten und innovativsten Regisseure in der Frühphase des Films –, konzipiert Thomas Hörl für den kunstraum pro arte eine Einzelausstellung, die aus zahlreichen Versatzstücken seiner vielfältigen Arbeitsweise besteht.

So werden aus der im „Caligaristil“ gebauten Filmkulisse im Wiener Prateratelier des Künstlers neue Bühnenbilder für den Galerieraum geschaffen, indem das Set fotografisch abgetastet und ins Zweidimensionale rückübersetzt wurde. Die Kulisse erscheint als Wandarbeit mit vielen perspektivischen Verzerrungen und wird zum Hintergrund für Modellierstudien von Murnaus Kopf die im Film entstanden sind. Diese Tonmodelle wurden von den Bildhauer*innen Fabian Fink, Michèle Pagel, Maruša Sagadin und Toni Schmale während der Dreharbeiten hergestellt, von Thomas Hörl abgegossen, in Papiermaché ausgeformt und bearbeitet. Die Objekte lassen die Grenzen zwischen eigenständigem Kunstwerk, Auftragsarbeit und Requisit verschwimmen. Im Film selbst werden die Künstler*innen zu Performer*innen. Sie stellen sich selbst dar, wirken aber wegen ihres expressionistischen Erscheinungsbildes durch Maske und Kostüm künstlich und überhöht. Die Betrachter*innen entscheiden selbst inwieweit ein Filmset ein Kunstwerk ist, ob es für sich alleine stehen kann oder nur gemeinsam mit dem Film, der auch in der Ausstellung läuft, lesbar ist.

Passend zu seiner im Mai 2022 erscheinenden Monografie Curtain Walls & Rautenballett, die im kunstraum pro arte präsentiert wird, greift der Künstler erneut folkloristische Themen und Lokalkolorit auf, die er bereits vielfältig mittels verschiedener Medien bearbeitet hat. Objekte, Collagen, Fotografien und eine Radioshow aus seinen zahlreichen bisherigen Installationen werden retrospektiv neu geordnet und verortet. Das in den letzten Jahren in Thomas Hörls Werk omnipräsente Rautenmuster wird auch hier zum bestimmenden formalen Element des Displays.

In der Ausstellung werden die Werke dialogisch präsentiert und Zusammenhänge zwischen früheren Arbeiten und dem aktuellen künstlerischen Umgang Thomas Hörls mit dem Expressionismus im deutschen Stummfilm sichtbar gemacht.

Eröffnung: Samstag, 7. Mai 2022 von 10:00 bis 14:00 Uhr

11:00 Uhr „Curtain Walls & Rautenballett“ – Buchpräsentation & Gespräch mit Thomas Hörl und Simone Egger (Institut für Kulturanalyse / Universität Klagenfurt), Moderation: Laila Huber (Leitung kunstraum pro arte)

 

Dauer der Ausstellung: 7. Mai bis 11. Juni 2022

Geschlossen (Feiertag): 26. Mai

 

 

 

Bildnachweis: Victor Jaschke/Thomas Hörl, 2022

Online symposium (in English)
Saturday, 26th of February
11:00 a.m. to 2:30 p.m. Austrian time, which is 5:00 to 8.30 p.m. Indonesian time.

With: Ita Fatia Nadia, Annie Pohlman, Astrid Reza, Julia Suryakusuma, Saskia Wieringa
Moderator: Stefanie Wuschitz
Concept: Astrid Reza, Stefanie Wuschitz

Organized in the context of Stefanie Wuschitz solo exhibition „Coded Feminisms“ at kunstraum pro arte in Hallein, Austria.

Join Zoom Meeting
https://zoom.us/j/92140125822?pwd=OGdtU29WeHM3cDJUQkIzcG8yVVordz09
Meeting ID: 921 4012 5822
Passcode: s82Aps

The Online Symposium “Coded Feminisms in Indonesia” is organized in the context of the solo exhibition „Coded Feminisms“ by media artist Stefanie Wuschitz. The solo exhibition shows the results of an artistic research project, that aims to reconstruct the practices and positions of the destroyed Indonesian feminist movement. The online symposium invites experts on gender equality, democracy and feminist movements in Indonesia to give online lectures and wants to pay tribute to these authors‘ and activists‘ significant, famous and outstanding work. The symposium situates the exhibition in a transdisciplinary discourse and opens up a critical debate on the unique approach, practice

SYMPOSIUM PROGRAM 

 

 

kunstraum pro arte · Schöndorferplatz 5 · A-5400 Hallein