Jahr: 2019

Do 09. Mai 2019, 19 Uhr

40 Jahre Tennengauer Kunstkreis. Gesprächsrunde und Jubiläumsfest

mit TKK-Mitbegründer Josef Zenzmaier, Obfrau Helga Besl, Kulturlandesrat Heinrich Schellhorn u.a.; Moderation: Martina Berger-Klingler, Referentin für Kunst und Kultur im Büro des LHStv. Heinrich Schellhorn

Seit 40 Jahren prägt der Tennengauer Kunstkreis das Kulturleben der Stadt Hallein. Was waren die Beweggründe der Initiator*innen? Wie hat sich das Kunst- und Kulturleben in den vergangenen 40 Jahren verändert? Welche Visionen haben die mitwirkenden Künstler*innen und Kulturschaffenden für die Zukunft? Und wie können Kunstschaffen und Kulturarbeit Gemeinschaft(en) fördern, herstellen oder verändern? Im Anschluss an die Gesprächsrunde lädt der Tennengauer Kunstkreis zum Jubiläumsfest und gemütlichen Beisammensein mit kleinem Buffet.

Termin: Samstag, 25. Mail 2019

Abfahrt: 07:30 Uhr Hallein, Pernerinsel, Tourismusverband. Mauttorpromenade

Programm:

09.30 Uhr Führung im Lungauer Heimatmuseum Tamsweg

Das Lungauer Heimatmuseum Tamsweg wurde 1962 im gemeindeeigenen, ehemaligen Barbaraspital, einem der ältesten Gebäude des Marktes, eingerichtet. Das aus dem Mittelalter stammende Gebäude, das von den Gewerken des Lungauer Bergbaues als Spital errichtet wurde diente bis zur Errichtung des Heimatmuseums der Altenbetreuung und -versorgung. Das Heimatmuseum birgt heute einen repräsentativen Querschnitt des bäuerlichen Handwerks und der bäuerlich-bürgerlichen Einrichtung im Lungau.

11.00 Uhr Führung durch die Wallfahrtskirche St. Leonhard

Wer kennt es nicht, das Goldfenster der gotischen Wallfahrtskirche bei Tamsweg. Und trotzdem hat man es schon lange nicht mehr gesehen. Neben Mariazell und St. Wolfgang zählte die Wallfahrtskirche St. Leonhard ob Tamsweg im Spätmittelalter zu den meistbesuchten Wallfahrtsorten in Österreich. Nach den Renovierungen der vergangenen Jahre (2008-2012) ist St. Leonhard wieder Anziehungspunkt für Kunstfreunde und im Rahmen der Führung öffnet die Mesnerin, Frau Resch, in alter Familientradition die Gitter und zeigt die meisterlichen Werke der Ausstattung.

12.00 Uhr Mittagspause im Gasthof Gamswirt in Tamsweg

14.30 Uhr Führung durch die jüngst restaurierte Wallfahrtskirche in Mariapfarr

Die Basilika zu Unserer Lieben Frau ist die römisch-katholische Pfarrkirche der Lungauer Gemeinde Mariapfarr und wurde 2018 zur „basilica minor“ erhoben. Die heute ortsbildbeherrschende Pfarrkirche „Unserer Lieben Frau“ wurde als romanischer Bau im 12./13. Jahrhundert errichtet und später im 15. Jahrhundert als gotischer Bau aus- und umgebaut. Nach den umfassenden Renovierungen der vergangenen Jahre – verbunden mit zahlreichen Diskussionen des Denkmalschutzes – erstrahlt eine der bedeutendsten gotischen Kirchen des Landes Salzburg wieder in prächtigem Glanz.

15.30 Uhr Führung durch das neue Pfarr-, Wallfahrtsmuseum Mariapfarr

Natürlich gehörte das Museum im vergangen Jahr zu den Zentren der Stille-Nacht-Orte, um das Weihnachtslied von Gruber und Mohr zu zelebrieren, ist doch der Text des Liedes 1816 in Mariapfarr entstanden. Das Museum, das für dieses Jubiläum neu gestaltet wurde, birgt aber wesentlich umfangreichere Objekte und Geschichten, darunter das bedeutende Silberaltärchen vom Pfarrer Grillinger und zahlreiche Objekte der Sakral- und Wallfahrtsgeschichte des Ortes.

Programmänderungen vorbehalten.

Anmeldung: telefonisch oder per mail: helga.besl@forum-hallein.at 0043 699 11083235,

Kosten pro Person: Regulär € 55.-// Mitglieder TKK € 45.- // Studierende bis 26 Jahre € 35.-

Sonntag, 24. Februar 2019, 10:00 bis 16:00 Uhr

Für Erwachsene und Jugendliche – Kursinhalt: In diesem Workshop unter der Leitung von Judith Auer werden bunte Collagen durch selbst bedruckte Papiere gestaltet. Durch ein experimentelles Zusammenfügen der entstandenen Farbflächen ergeben sich figurative bis hin zu abstrakten Kompositionen, aus denen aufklappbare Grußkarten – so genannte „Pop-Up-Karten“ – und kleine Kunstwerke hergestellt werden. – Zielgruppe: Alle, die Freude am eigenen künstlerischen Gestalten haben! Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. – Unkostenbeitrag: 35 € inklusive Material, kostenfrei für Mitglieder TKK (max.10 Teilnehmer*innen)

Do 16. Mai 2019, 20 Uhr im Stadtkino Hallein

Josef Zenzmaier gehört zu den wichtigsten und bekanntesten österreichischen Bildhauern.

Bis heute steht die menschliche Gestalt im Zentrum seines plastischen Schaffens. Er gestaltete unter anderem die Portale am Neuen Festspielhaus in Salzburg. Seine Bronzen befinden sich in zahlreichen Kirchen und als Freiplastiken an öffentlichen Plätzen. Im Film erzählt der Künstler aus seinem Leben, erklärt Einflüsse und Arbeitsprozesse.

2013; Drehbuch und Regie: Tilman Urbach; Kamera und Projektleitung: Maria Anna Weidler; Schauspieler: Josef Zenzmaier; © modofilm; 59 Min. Ohne Altersbeschränkung, Eintritt frei

Wann: 19 bis 21 Uhr
Wo: HTL Hallein, Raum 303, Davisstrasse 5, 5400 Hallein

Unter der Leitung von Prof. Josef Zenzmaier können Kunstinteressierte die Grundlagen des Aktzeichnens erlernen oder ihre Kenntnisse erweitern. Keine Anmeldung erforderlich, die gewünschten Zeichenutensilien sind mitzubringen.

Kosten pro Abend: Regulär € 16,- | Mitglieder TKK € 14,- | Schüler & Studenten bis 26 Jahre € 9,-

Semesterbeitrag: Regulär € 190,- | Mitglieder TKK € 160,- | Schüler & Studenten bis 26 Jahre € 90,-

Termine Sommersemester 2019:

19.2.
26.2.
12.3.
19.3.
26.3.
2.4.
9.4.
30.4.
8.5.
15.5.
22.5.
29.5.
4.6.
18.6.
25.6.
2.7.

 

knautschen (ugs. und landsch. für) „zusammendrücken, quetschen, knittern; schmatzend essen; leise weinen“: Das seit dem 18. Jh. bezeugte Verb ist die verhochdeutschte Form von knutschen. (DUDEN, 2001, S. 418)

knutschen: Das Verb das seit dem Anfang des 20. Jh.s ugs. im Sinne von „heftig liebkosen, liebend und küssend an sich drücken“ gebräuchlich ist, bedeutete früher „[zusammen]drücken, pressen, quetschen“, beachte z.B. mitteld. (13.Jh.) zuknutschen „zerdrücken“, mhd. knutzen „drücken, quetschen“, oberd. (um 1500) knütschen „drücken“.  (DUDEN, 2001, S. 424)

verspielt… knautschig… zerknautscht… knAUTSCH!

Was ist eine Knautschzone? Ein Kissen zwischen mir und der Welt? Ein technisch konstruierter Zwischenraum, um Sicherheit zu gewährleisten? Ein Zwischenraum, um mit Widersprüchen und Ambivalenzen umzugehen? Die im Jahr 2015 begonnene Serie der Präsentation zeitgenössischer zeichnerischer/graphischer Positionen soll auch für die nächsten Jahre als Strukturelement ins Ausstellungsprogramm des kunstraum pro arte übernommen werden. Unter dem Titel KNAUTSCHZONE geben die beiden Künstlerinnen Judith Auer und Doris Moser Einblicke in ihre je individuellen Verständnisse des Knautschigen und zugleich bildet die Ausstellung eine Kontaktzone zwischen ihren Arbeiten und eröffnet neue Blickwinkel auf das Zusammenspiel von , Form und Materialität.

Die in Hallein geborene Künstlerin und Illustratorin Judith Auer zeigt u.a. während und nach ihrem Studium für Bilderbuchillustration in Italien, Macerata, entstandene Arbeiten. Sie beinhalten eine Reihe von großflächigen Zeichnungen ihres ersten Bilderbuchs „The Fox and the Crow“ für den Verlag Helbling, das im Frühjahr 2019 in englischer Sprache erscheinen wird. Darüber hinaus werden Einblicke in den Entstehungsprozess dieser illustrierten Erzählung, einer alten griechischen Fabel, gegeben. Bei weiteren Bildern der Ausstellung handelt es sich zum Teil um Auftragsarbeiten für Verlage und Magazine sowie um freie Arbeiten, in denen sich Judith Auer u.a. mit den Themen Sexualität, Liebe und Lust befasst. Die Künstlerin verwendet für ihre Bilder eine schlichte, grafische Formensprache sowie eine intensive Farbskala. Sie arbeitet sowohl mit Farb- und Bleistiften, als auch mit Aquarell- und Drucktechniken.

Die Südtiroler Künstlerin Doris Moser studierte an der Universität Mozarteum Salzburg Malerei und Textiles Gestalten und befasst sich in ihren Arbeiten mit Themen wie Kindheit, Frau-Sein und Körperlichkeit. Ihre großformatigen Malereien zeichnen sich vor allem durch Vielseitigkeit, Sinnlichkeit sowie eine auffällige Farbigkeit aus. Ihren Zugang für die Ausstellung KNAUTSCHZONE beschreibt sie wie folgt: „Bauschig, buschig, faltig, flauschig, fleischig, gatschig, glitschig, kitschig, rutschig, wuschig, KNAUTSCHIG… Meine Malerei umkreist das wohlige Gefühl einer knautschigen Erfahrung. Mit meinem Handy in der Hand beobachte ich knautschige Zonen am Körper und halte diese fotografisch fest. Die dabei entstandenen Nahaufnahmen übersetze ich anschließend in eine von grafischen Elementen und auffälliger Farbigkeit geprägte Malerei. Der Körper wird zur irrealen Landschaft, durch die sich die Betrachtenden tasten können.“

Die Arbeiten beider Künstlerinnen verbindet ein verspielter Zugang, der die Besucher*in dazu einlädt, die Knautschzone als physischen und mentalen Zwischenraum zu erkunden und sich selbst mit den je eigenen knautschigen und zerknautschten Zonen des Fühlens, des Denkens und des Handelns zu befassen.

 

Dauer der Ausstellung: 22. Februar bis 30. März 2019

 

Dazu gibt es einige Begleitveranstaltungen:

Donnerstag, 21. Februar 2019, 19:30 Uhr
Zur Ausstellung spricht Ingrid Schreyer, Lehrende für Malerei an der Universität Mozarteum

Sonntag, 24. Februar 2019, 10:00 bis 16:00 Uhr

Workshop Pop-Up-Karten: Für Erwachsene und Jugendliche – Kursinhalt: In diesem Workshop unter der Leitung von Judith Auer werden bunte Collagen durch selbst bedruckte Papiere gestaltet. Durch ein experimentelles Zusammenfügen der entstandenen Farbflächen ergeben sich figurative bis hin zu abstrakten Kompositionen, aus denen aufklappbare Grußkarten – so genannte „Pop-Up-Karten“ – und kleine Kunstwerke hergestellt werden. – Zielgruppe: Alle die Freude am eigenen künstlerischen Gestalten haben! Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. – Unkostenbeitrag: 35 € inklusive Material, kostenfrei für Mitglieder TKK (max.10 Teilnehmer*innen)
Anmeldung: office@kunstraumproarte.com

Samstag, 30. März 2019, 11:00 Uhr

Finissage mit Künstlerinnengespräch: Bei Croissants & Kaffee geben die Künstlerinnen Judith Auer und Doris Moser tiefere Einblicke in die gemeinsame Ausstellung „KNAUTSCHZONE“.

 

 

Den Auftakt zum Jubiläum „40 Jahre Tennengauer Kunstkreis“ gestaltet Peter Hartl mit einer Einzelausstellung.

Seine künstlerische Biografie ist eng verknüpft mit der Geschichte des Tennengauer Kunstkreises:Peter Hartl war Schüler von Bernhard Prähauser, der ihn als Lehrer für Bildhauerei in der Bundesfachschule für Holz- Stein- und Metallbearbeitung in Hallein bereits in Jugendjahren prägte und das Interesse am Kunstschaffen weckte. Nach der Fachschule entschied sich Hartl für eine Studium an der Akademie der bildenden Künste in München. Auch in dieser Zeit hielt er Kontakt mit Prähauser und konnte als junger Künstler im Atelier Prähausers am Molnarplatz 8 in Hallein arbeiten. Später übernahm er dessen Atelier, das auch der erste Standort der Galerie pro arte (heute kunstraum pro arte) war. 1989 übertrug Prof. Zenzmaier die Leitungsfunktion des Tennengauer Kunstkreises an Peter Hartl, bevor schließlich 1991 Helga Besl Obfrau wurde. Diese Ausstellung stellt somit die Verbindung zwischen der Geschichte des Tennengauer Kunstkreises und Gegenwart dar. Ebenso bildet sie den Auftakt zu einer ausgiebigen Veranstaltungsreihe rund um Rückblick und Ausblick.

Ausgangspunkt für Hartl ist die Betrachtung der Natur, die ihm als Vorbild und Basis für seine Arbeiten und sein Schaffen dient. Im Mittelpunkt seiner Arbeiten steht jedoch immer der Mensch bzw. das Menschenbild und dessen Veränderung im Laufe der Zeit. Wie kann der Künstler Menschenbilder durch seine Formensprache vermitteln? Und was bewirken diese bei den Betrachtenden? Hartl sucht nach visuellen Strukturen einer Sprache, die die Betrachtenden zu berühren vermag.

Fundstücke, die Geschichten erzählen. Hartl arbeitet mit Holz, Beton und Bronze sowie seit rund vier Jahren mit Gummi. Gummi ist heute ein omnipräsentes Material vom Gummiringerl bis zum Autoreifen. Das Material fasziniert den Künstler durch seine Alltäglichkeit sowie seine Beschaffenheit – die Elastizität. In einem Teil seiner Arbeiten greift der Künstler auf Fundstücke aus industriellen Fertigungsprozessen zurück: Strukturen von Schnittplatten aus der Steinindustrie; Formen von Gummiresten aus der Produktion von Autoreifen. Es sind Ausgangsmaterialien, die bereits Geschichten in sich tragen. Geschichten der Industrie, des Fertigungsprozesses, der Arbeit, des Materials. Die Strukturen im Material stehen sinnbildlich für die Gesellschaft. Hartl erzählt diese Geschichten auf einer Formebene weiter. Er ist Spurensucher  Übersetzer.

Mit dem Blick arbeiten. Die Ausstellung „:Jetzt wo ich dich sehe…“ lädt dazu ein die Beziehung zwischen BetrachterIn, künstlerischer Arbeit und gesellschaftlichen Kontexten zu reflektieren. Der Titel verweist auf das grundlegende Metier bildender Kunst, mit dem Blick und dem Sehen zu arbeiten. In der Ausstellung werden einige ältere Arbeiten gezeigt, die einen Rückblick und Gesamtblick auf das Schaffen Hartls ermöglichen sowie einige neue Arbeiten die erstmals gezeigt werden.

Eröffnung: Donnerstag, 11. April 2019, 19.30 Uhr durch den Bürgermeister der Stadt Hallein

Zur Ausstellung spricht Peter Husty, Chefkurator Salzburg Museum

Dauer der Ausstellung: 12. April bis 25. Mai 2019

Samstag, 30. März 2019, 11:00 Uhr

Bei Croissants & Kaffee geben die Künstlerinnen Judith Auer und Doris Moser tiefere Einblicke in die gemeinsame Ausstellung „KNAUTSCHZONE“.

kunstraum pro arte · Schöndorferplatz 5 · A-5400 Hallein