Der kunstraum pro arte stellt dem Theater bodi end sole im Jänner 2024 seine Räume für ein Gastprojekt zur Verfügung. Es erwarten Sie eine Ausstellung und eine Reihe von Veranstaltungen rund um das Thema Heimat.

Im Auftrag des Bayrischen Zentrums der Deutschen aus Russland konzipierte der Schauspieler Jurij Diez gemeinsam mit dem Bühnenbildner Alois Ellmauer 2019 die begehbare Installation „IM FLUSS DER ZEIT“. Jetzt wird die Ausstellung erstmals in Österreich gezeigt. Es geht um die Geschichten der Menschen, die fortgingen, ankamen, wegmussten. Menschen, die verwurzelten und wieder entwurzelt wurden. Der Begriff „Heimat“ war, ist und bleibt stets aktuell, ebenso die ständige Suche danach, was Identität ausmacht.

Gerade in der aktuellen Debatte und Sorge um Krieg und Frieden in Europa werden die Russlanddeutschen an ihre Existenz zwischen den Welten erinnert. Jurij Diez ist Russlanddeutscher, dessen Familie in der Stalinzeit als Zwangsarbeiter nach Kasachstan verfrachtet wurde. Er ist mit einer Ukrainerin verheiratet. Diese biografischen Eigentümlichkeiten werfen ein besonderes Licht auf die Ausstellung und die damit verbundene Veranstaltungsreihe.

Bis zum Ende des Monats erwarten Sie Lesungen von renommierten Autorinnen und Autoren wie Christoph Janacs, Klemens Renoldner, Vladimir Vertlib und Alexandra v. Poschinger, begleitet von bekannten Musiker:innen wie Yvonne Zehner und Sigrid Gerlach. Zudem werden Filme von Jurij Diez und Wolfram Paulus gezeigt. Menschen aus dem Raum Hallein wurden eingeladen, ihre Geschichten zu erzählen, zu musizieren und zu diskutieren.

 

Eröffnung der Ausstellung „IM FLUSS DER ZEIT“:

Mittwoch, 10. Jänner 2024 um 18:00 Uhr

Dauer der Ausstellung: 1o. – 28. Jänner 2024

Das detaillierte Programm finden Sie auf der Homepage von Theater bodi end sole. https://bodiendsole.at/

 

ACHTUNG: Von 10.-28. Januar 2024 gelten die Öffnungszeiten des Gastprojektes „Roofs & Resilience“ des Theater bodi end sole: https://bodiendsole.at/programm/ 

 

Bildnachweis: © Florian_Frandl

Mit einem Gruß von Gerhard Marcks

Die diesjährige Sommerausstellung zeigt Arbeiten von Anneliese und Josef Zenzmaier sowie Gerhard Marcks. Von Anfang an war Josef Zenzmaier in die Ideenfindung und Planung eingebunden. Es sollte eine Ausstellung mit Josef Zenzmaier als Co-Kurator werden – nach seinem überraschenden Tod ist es nun eine Ausstellung über ihn, seine Frau und auch sein künstlerisches Vorbild Gerhard Marcks.

Anneliese Schmidt lernt Josef während seines Aufenthalts in Köln 1955 kennen. Die beiden studieren an der Werkkunstschule, Klasse Metallplastik. Der eigentliche Grund für den Aufenthalt in Köln war Zenzmaiers Wunsch bei Gerhard Marcks zu studieren. Dieser ist schon emeritiert, lädt den jungen Bildhauer aber zu Werkbesprechungen ein.
Anneliese Schmidt folgt Zenzmaier nach Kuchl sowie nach Mailand. Sie studiert dort bei Marino Marini. – Josef Zenzmaier und sie heiraten 1959 in Kuchl. Es folgt die Geburt ihrer Kinder Gregor, Stefan, Felix und Christiane. Während Josef an ersten Aufträgen arbeitet und sich eine Gießwerkstatt einrichtet, kümmert sich Anneliese um die Erziehung und den Haushalt; es ereilt sie ein Schicksal, das sie mit vielen verheirateten Künstlerinnen teilt. Für große plastische Arbeiten fehlt die Zeit, sie verlegt sich auf Kleinplastiken, Druckgrafik und Zeichnungen. Ihre Modelle findet sie in der unmittelbaren Umgebung; und im Gegensatz zu den Studien von Josef, die als Vorstudien für plastische Arbeiten dienen, sind ihre Zeichnungen – obwohl auch mit schnellem Strich aufs Papier gesetzt, vollständige Werke. Sie waren nicht explizit für den Kunstmarkt gedacht, sondern die einzige Möglichkeit zwischen den notwendigen Tätigkeiten im Haushalt selbst künstlerisch zu arbeiten. Gezeigt werden auch wenige plastische Arbeiten, die ihre künstlerische Herkunft ganz klar erkennen lassen. Sie hat die Kunst des Metalltreibens erlernt und dies zeigt sie meisterhaft am Portal der Kirche in Plainfeld, die gemeinsam mit Josef 1964 entstanden ist. Die Vorbereitung der Ausstellung hat gezeigt, dass ihr Werk noch viele unbekannte Schätze birgt. Diese gilt es in Zukunft zu heben.

Das Werk von Josef Zenzmaier erfuhr in den letzten Jahren immer wieder Aufmerksamkeit, doch fehlt bisher ein großer Werkkatalog. Seine Werke sind im ganzen Bundesland aber auch in Wien, Tirol, Kärnten und Luxemburg großteils öffentlich zugänglich. Darum wird eine „Landkarte“ mit einem Verzeichnis seiner Werke im Rahmen der Ausstellung präsentiert und soll so jedem Interessierten die Möglichkeit gegeben werden, die Vielfalt seines Werks im Original kennenzulernen.

Das Keltenmuseum Hallein zeigt in seiner parallelen Ausstellung eine Gegenüberstellung von Gerhard Marcks und Josef Zenzmaier. Gerhard Marcks ist auch im kunstraum pro arte zu Gast mit einer weiblichen Büste und einer stehenden Frauenfigur als Verbindung der drei Künstlerpersönlichkeiten. Der Tennengauer Kunstkreis verliert mit Josef Zenzmaier seinen Gründer. Neben schon bekannten Arbeiten werden erstmals auch einige Aquarelle aus den letzten Jahren gezeigt, die Zenzmaiers unglaubliche und ungebrochene Neugier am Menschen zeigen.

 

Eröffnung: Samstag, 8. Juli 2023 um 10:00 Uhr

Zur Ausstellung spricht Martina Berger-Klingler

Veranstaltungen (Eintritt frei)

Mi, 26. Juli um 18:30 Uhr
Kuratorinnenführung

 

Sa, 5. August von 10:00 bis 13:00 Uhr
Kunstspaziergang Hallein, Start: kunstraum pro arte

 

Sa, 2. September um 11:00 Uhr
Finissage

 

Dauer der Ausstellung: 8. Juli bis 2. September 2023

 

Die Ausstellung „GERHARD MARCKS & JOSEF ZENZMAIER. Geschichten einer Begegnung“ wird am Samstag, 8. Juli 2023 um 13:00 Uhr eröffnet und ist vom 8. Juli bis 15. Oktober 2023 im Keltenmuseum Hallein am Pflegerplatz 5 zu den dortigen Öffnungszeiten (Montag bis Sonntag 9–17 Uhr) zu sehen.

 

 

 

Bildnachweis: © Anneliese Zenzmaier

 

 

Interview mit Kuratorin Martina Berger-Klingler über „Anneliese &Josef Zenzmaier“

Die Ausstellung »In the veld – (Karoo walks)« von Johannes Ziegler zeigt Arbeiten aus einem Konvolut von Bildern, die in den vergangenen zweieinhalb Jahren anlässlich eines mehrwöchigen Arbeitsaufenthaltes in der südafrikanischen Steppenwüste Karoo entstanden sind und loten in den Räumen der Galerie in einer dialogischen Weise Überlegungen aus, die in Zusammenhang mit dem Reisen, dem Gehen als integralem Bestandteil künstlerischer Praxis, Wahrnehmung und Transformation sowie medienspezifischen Möglichkeiten und Eigenheiten, der Autorenschaft und der Rolle des Autors stehen.

Die Konzeption der Ausstellung fügt sich ein in Zieglers stete Auseinandersetzung mit dem performativen Prozess des Gehens und peripheren Beobachtungen, die das Rohmaterial für eine – idealerweise – raumübergreifende Präsentation bilden. In einem Wechselspiel von Malerei, Zeichnung und Fotografie entsteht ein Wirkfeld, in dem selbst scheinbare Nichtigkeiten zur Aufschlüsselung von größeren Zusammenhängen, als Puzzlesteine einer Erzählung zusammenwirken. Es entsteht so ein Kunstraum, der es den Besucher:innen erlaubt, dem Autor über die Schulter zu schauen, Zusammenhänge und Brüche im künstlerischen Prozess zu entdecken, Skizzenartiges und Ausgearbeitetes miteinander in Verbindung zu setzen und sich selbst – um dieses Bild zu verwenden –, wie etwa ein Weberschiffchen in den Ausstellungsräumen zu bewegen und in das Gewebe dieses Denkraumes einzutreten. Die Monumentalität und die konstruktive Prägnanz der Erscheinungsformen der südafrikanischen Hochebenen, der Blick der sich öffnet, bis „die Welt selbst als eine weitere Ebene in einer endlosen Reihe von Ebenen“* erscheint, werden zum Auslöser von Überlegungen zu Fiktion und Ideal, Wahrnehmung und Transformation. Der vermeintlichen Objektivität (Kamera-Objektiv) der Fotoarbeiten steht in einem Dialog die subjektive Malerei gegenüber, die in der rein pigmentären Temperamalerei und ihrem kreidig-matten Oberflächenlicht gerade da zur Geltung kommt, wo „Erinnerung unscharf“ wird und diese nur noch aus Farben und Formen besteht, so wie bei den vermeintlich flüchtig hingeworfenen Zeichnungen, die durch ihre Strich- und Linienführung zu Assoziationen herausfordern und das Gesamtbild ergänzen. Die aus einer gewissen Distanz als Gegenstände lesbaren Elemente, die sich beim Nähertreten aufzulösen scheinen, gelten in der Konzeption der Ausstellung als programmatisch.

(*zit. Gerald Murnane in »Die Ebenen«, Suhrkamp 2017)

 

 

Eröffnung: Freitag, 24. März 2023 um 19:30 Uhr

Zur Ausstellung spricht Martina Berger-Klingler

 

Dauer der Ausstellung: 25. März bis 29. April 2023

Geschlossen: 7. April

 

 

Bildnachweis: © Johannes Ziegler, PA-Images 2020

 

Video Interview mit Johannes Ziegler über „In the veld – (Karoo walks)“

gestaltet von Olivia Jaques, Patricia J. Reis, Lale Rodgarkia-Dara, Anna Watzinger und Stefanie Wuschitz

Wenn Gas, Strom oder Wasser ausbleiben, werden die immensen Verflechtungen menschlicher und nicht menschlicher Bedürfnisse greifbar. Wie hängt eine Firma in Taiwan, eine Mine in Portugal, ein Fluss in Indonesien oder ein Gletscher in der Antarktis mit der Befriedigung unserer täglichen Bedürfnisse zusammen? Welche Bedürfnisse lebendiger Entitäten haben wir vernachlässigt, weil wir sie irrtümlich für tote Materie und bloße Waren gehalten haben? Welche Haltung nehmen wir letztendlich gegenüber ihrer Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ein? Ein kritischer Fokus auf Materialität könnte zu mehr Nachhaltigkeit führen.

Unsere globalen Lieferkette und deren komplexe Verflechtung mit patriarchalen Strukturen sind daher Ausgangspunkt der künstlerischen Untersuchungen des Salons:

Wie kann nicht nur Kaffee, sondern auch Hardware fair trade hergestellt werden? Wie müssen wir unsere Communities stärken, um mit Bedürfnissen und Konflikten anders umgehen zu können als bisher? Was bedeutet es überhaupt, Teil eines weit verflochtenen Netzwerks oder einer spezifischen Community zu sein? Künstler*innen des Kollektivs Mz* Baltazar’s Laboratory beschäftigen sich seit zwei Jahren mit diesen Fragen und präsentieren im „Salon of Open Secrets“ ihre spekulativen Vorschläge der Ko-Existenz.

Das Kollektiv Mz* Baltazar’s Lab spinnt dabei ein kooperatives Netz von feministischen Hacker*innen. Sie widmen sich problematischen technopolitischen Verflechtungen und dem Prozess kollektiver Lösungssuche. Das Kollektive ist dabei nicht nur Methode, sondern auch Material der künstlerischen Auseinandersetzung. Veraltet geglaubte Formate des kollektiven Wissenstransfers, wie zum Beispiel ein Geheimnis, ein Kaffeekränzchen oder eine Bauanleitung werden hier spielerisch reaktiviert.

Sich einerseits der veralteten Formate anzunehmen und sich andererseits über ihren kolonialen Kontext bewusst zu werden, kann vielfältige widerständische Praktiken ermöglichen.

 

Künstlerinnen des Kollektivs:

Olivia Jaques

Patricia J. Reis

Lale Rodgarkia-Dara

Anna Watzinger

Stefanie Wuschitz

 

Wir danken den folgenden Künstler*innen für die Zusammenarbeit mit Mz* Baltazar’s Lab im Zuge dieser Ausstellung:

Catarina Reis

Erika Farina

Taguhi Torosyan

 

 

Eröffnung: Mittwoch, 14. September um 19:00 Uhr
Kaffee Kränzchen & Performance von Olivia Jaques und Anna Watzinger

Sa, 17. September um 11:00 Uhr
Künstler*innen führen durch die Ausstellung

Fr, 28. Oktober um 18:30 Uhr
Finissage und Künstler*innengespräch

 

Dauer der Ausstellung: 15. September bis 28. Oktober 2022

 

Das künstlerische Forschungsprojekt „Salon of Open Secrets“ wurde gefördert von:

      

English Text & Biographies

 

Bildnachweis:(c) Stefanie Wuschitz, 2022

 

Video Interview mit Anna Watzinger, Patricia J. Reis, Olivia Jaques und Stefanie Wuschitz über „Salon of Open Secrets“

Ausgehend vom persischen Märchen „Die drei Prinzen von Serendip“ hat sich Serendipity zu einem geflügelten Wort gewandelt. Das Serendipity Prinzip bezeichnet zufällige Entdeckungen von etwas zuvor nicht Gesuchtem. Der glückliche Zufall, der zum Auslöser für eine neue Erkenntnis wird. Wie dies zahlreiche Zufallsfunde in der Forschung belegen, von der Entdeckung der Röntgenstrahlung bis hin zur Erfindung des Teebeutels, so markiert auch das Objet trouvé in der Kunst einen glücklichen Zufall, der zu neuen Perspektiven und Erkenntnissen einlädt.

In diesem Austauschprojekt des Kunstverein Baden und des Tennengauer Kunstkreis kuratiert der Zufall. Aus zwei Listen von Mitgliedern und Freund:innen der beiden Vereine wurden in einer gemeinsamen Sitzung der Vorstände jeweils drei Künstler:innen zufällig gezogen. Die sechs Künstler:innen bilden wiederum Tandems mit je einer/einem Künstler:in des Partnervereins – die Tandems wurden ebenfalls zufällig gezogen. Die Ausstellung wurde von September bis Oktober in Baden gezeigt und ist nun für November und Dezember im kunstraum pro arte in Hallein zu sehen.

So wie der König von Serendip seine Söhne losschickte, um in der weiten Welt ihre Beobachtungsgabe zu schulen und ihre Offenheit für Zufallsfunde, so schickt die Königin von Serendip ihre Töchter in die nahe und weite Welt und lehrt sie eine freischwebende Aufmerksamkeit und das Erkennen von Zusammenhängen und Möglichkeiten. – SERENDIPITY kann somit  als Wegweiser für eine „Wiederverzauberung der Welt“ (Silvia Federici), für ein Denken von Möglichkeiten begriffen werden, das über ein rationales und rationalisierendes Denken hinausweist und neue Wege für ein glückliches und friedvolles Zusammenleben sucht.

Werden Sie selbst ein Prinz / eine Prinzessin von Serendip und seien Sie offen für ein achtsames Wahrnehmen Ihrer Umgebung sowie für zufällige Entdeckungen und Erkenntnisse in unserer Doppelausstellung zwischen Baden und Hallein.

 

Eröffnung: Samstag, 11. November 2023 um 11:00 Uhr

Dauer der Ausstellung: 11. November bis 16. Dezember 2023

Begleitveranstaltungen (freier Eintritt):
Mi, 22. November um 18.30 Uhr After-Work Führung
Sa, 16. Dezember um 11.00 Uhr Finissage mit Künstler:innengespräch

 

Bildnachweis: Kurt Spitaler, Splash, 2023

 

Interview mit Barbara Szüts & Anny Wass, Lavinia Lanner & Kurt Spitaler, Hartwig Mülleitner & Helmut Stadlmann über „SERENDIPITY – glücklicher Zufall“

In der Ausstellung „Poker Face!?“ werden die Ergebnisse eines Fotografieworkshops von Schüler:innen der 3. Klasse der HAK Hallein gezeigt, die sie im Ethikunterricht gemeinsam mit der bildenden Künstlerin Annelies Senfter im Rahmen einer Projektförderung von „culture connected“ erarbeitet haben.

Im Zentrum des Projektes steht das Porträtfoto als Medium der Selbst- und Fremdwahrnehmung. Ausgehend von der jugendkulturellen Praxis des Fotografierens mit dem eigenen Handy geht es im Projekt darum das Medium Fotografie als künstlerische Praxis zu erproben und zu reflektieren. Die Schüler:innen nutzen ihre eigenen Handys, um gegenseitig voneinander Porträtfotografien anzufertigen.

Die bildende Künstlerin und Fotografin Annelies Senfter erarbeitete mit den Schüler:innen je zwei Selbstporträts unter den Gesichtspunkten „privat“ und „beruflich“, mit besonderem Augenmerk auf die Lücke zwischen dem wie andere uns sehen und wie wir selbst uns sehen sowie einer Reflexion der perfekten Porträts aus Werbung und Medien. Die Schüler:innen schlüpften dabei abwechselnd in die Rollen des Modells und der Fotograf*in.

Unter Anleitung von Annelies Senfter lernten die Schüler:innen ihre individuelle Medienkompetenz zu reflektieren sowie ihre Beobachtungsgabe zu schulen und die Bilder der Klassenkolleg:innen hinsichtlich Licht, Gestaltung, Ausdruck differenziert zu betrachten. Die in den Workshoptagen entstandenen Porträtfotografien werden nun als A3-Prints in den Ausstellungsräumlichkeiten des kunstraum pro arte, im Rahmen einer einwöchigen Ausstellung, gezeigt.

 

 

Beteiligte Schüler:innen: Daniel Brunauer, Aleyna Dikici, Fabian Fuschlberger, Tea Jusic, Alexander Kostic, Matej Kozarevic, Borka Lazarevic, Gloria Malesevic, Branko Marjanovic, Leon Marovic, Liviu Rosea, Arline Teufl, Hannah Überreich

 

Beteiligte Lehrerinnen: Brigitte Jakob und Alexandra Kriechhammer

 

 

Eröffnung: Samstag, 3. Juni 2023 um 11:00 Uhr

Zur Ausstellung sprechen Schüler:innen der 3. AKN Klasse gemeinsam mit Annelies Senfter

 

Dauer der Ausstellung: 03. bis 10. Juni 2023

Öffnungszeiten: Mi-Fr, 16:00-19:00 Uhr und Sa, 10:00-13:00 Uhr

Donnerstag, 8. Juni geschlossen.

Das Projekt wird im Rahmen des Programms „culture connected“ vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie vom Land Salzburg gefördert.

 

Bildnachweis: Portrait Tea Jusic, 2023, fotografiert von Hannah Überreich

 

 

Fördergeber:

 

 

MOTUS ist der Versuch, nach den Bewegungen des Glücks Ausschau zu halten. In dieser Ausstellung befasst sich Maria Pia Lattanzi mit dem Thema „Familie“ sowie dem Verhältnis zwischen „Mensch und Tier“ in einer narrativen Form. Das Herzstück der Ausstellung zeigt eine Reihe von Ereignissen, in einem Zeitrahmen von mehreren Jahren. Die sehr persönliche Serie entwickelte sich aus dem Fehlen eines Familienalbums. Der Fokus liegt dabei auf den Themen Mutterschaft, Weiblichkeit, Fürsorge, Wachstum, Veränderung und Bewegung, Begleitung, Glück, Liebe und Zärtlichkeit.

Die gezeigten Grafiken bestehen aus mehreren Schichten und Ebenen, die sich überlagern oder auch ineinander verschmelzen. Familienerinnerungen werden mit Symbolmotiven aus der Pflanzen- und Tierwelt in Verbindung gesetzt. Graphit trifft auf Tusche, florale Muster legen sich verspielt über Menschen und Tiere.

Die Blumen-Sujets dienen als Metapher für Gefühls- und Erlebnissituationen. So steht zum Beispiel die Lilie, für Weiblichkeit und Fruchtbarkeit, oder die Zyane signalisiert Zuversicht.

Die Tier-Sujets sind in Graphit gezeichnet und im Hintergrund, teilweise verdeckt und zum Teil versteckt. Sie sind Symbolmotive aus Mythen und Märchen. Die Wölfe zum Beispiel gelten in der altägyptischen Mythologie als Seelenführer, viele Krieger und Helden identifizierten sich mit dem Raubtier. Auch der Hirsch gilt in keltischen Mythen als Seelenführer – er kennt sich im Dickicht des Waldes aus und weist Suchenden wie Umherirrenden den rechten Weg.

Eine weitere Ebene ist mit Tusche gemalt und zeigt, aus unzähligen Kinderfotos ausgewählt, ein Sujet pro Jahr aus dem Kinderfotoarchiv. Die Wichtigkeit der Beziehungen zwischen Mutter und Kind ist hier ein zentrales Thema. Mutterliebe ist der Kitt für die erste Bindung im Leben und bei Mensch und Tier noch immer ein großes Rätsel des Verhaltens, das noch wenig erforscht ist. Wie sich die tiefen Gefühle der Natur entwickeln und das Verhalten beeinflusst und warum es manchmal versagt.

Die Verbindung zwischen Kindern und Tieren sieht die Künstlerin hauptsächlich in der Unschuld und Instinkthaftigkeit, mit der sie von Natur aus ausgestattet sind. Kinder gehen zum Offenen, aus dem Gefühl heraus, weil ihnen die Zeitlichkeit nicht bewusst ist, der erwachsene Mensch hingegen orientiert sich an reflektierendem und interpretierendem Wissen. Das Tier kennt die Grenze der Vergänglichkeit nicht und lebt ausschließlich im Augenblick, wie kleine Kinder auch im Hier und Jetzt. Der erwachsene Mensch ist sich hingegen seiner Endlichkeit bewusst…

Aus einer persönlichen Perspektive werden Geschichten über Beziehung, Bindung und Bewegungen des Glücks erzählt.

 

Eröffnung: Donnerstag, 2. Februar 2023 um 19:30 Uhr
Zur Ausstellung spricht Laila Huber mit Maria Pia Lattanzi

Mi, 22. Februar um 18:00 Uhr
After Work-Führung durch die Ausstellung mit Laila Huber, Leitung kunstraum pro arte

Mi, 8. März 2023 um 18:30 Uhr
Künstlerinnengespräch mit Maria Pia Lattanzi

 

Dauer der Ausstellung: 3. Februar bis 11. März 2023 – um einen Tag VERLÄNGERT !

 

Bildnachweis: Maria Pia Lattanzi, Pia, Graphit auf Papier, 100 x 70 cm, 2022

 

Video Interview mit Maria Pia Lattanzi über „MOTUS“

 

In der Verknüpfung von textiler und auditiver Kunstpraxis entstehen durch die Arbeiten von Gertrud Fischbacher und Marius Schebella neue künstlerische Erfahrungen. Prozess- und konzeptbasiert wird nach ungewohnten Wegen der Interaktion und einem erweiterten Verständnis der beiden Disziplinen geforscht, in denen haptische Erfahrungen hörbar und Sound greifbar gemacht wird.

 

Begleitend zum Medienkunstfestival Schmiede Hallein stellt der Tennengauer Kunstkreis, nun schon seit mehreren Jahren, die Ausstellungsräume des kunstraum pro arte in Hallein für Künstlerinnen und Künstler aus diesem Netzwerk zur Verfügung. Für die aktuelle Ausstellung wurde das Künstler*innenkollektiv Gertrud Fischbacher und Marius Schebella eingeladen sich zu präsentieren.

Ihr aktuelles Forschungsprojekt „NEXUS OF TEXTILE AND SOUND“ im Rahmen des PEEK-Programms (Programm zur Erschließung und Entwicklung der Künste) wird durch den FWF – Österreichischer Wissenschaftsfonds gefördert und bedient sich Methoden der künstlerischen Forschung (Artistic Research). In einem experimentell forschenden Umfeld entstehen einerseits Klangobjekte, wie sie in der Ausstellung im kunstraum pro arte gezeigt werden, anderseits werden Begriffe, Prozesse und Methoden durch ein interdisziplinäres Arbeiten und Lernen erforscht. Eine der relevanten Fragen für das Vorhaben ist eine übergreifende Terminologie, die für ein „Material Mapping“ gefunden und definiert werden könnte. Hierbei wesentlich ist die Frage, ob transdisziplinäre Eigenschaftsbegriffe für Textiles wie für Sound gleich gelten können. Unter die Gemeinsamkeiten fällt zum Beispiel der „Loop“, die Schleife, die in der Musik aber auch im Textilen eine grundlegende Produktionsmethode darstellt. Ein solcher Loop befindet sich als dreidimensionale Sound-Zeichnung zum Erleben im kunstraum pro arte.

Weitere Forschungsbegriffe sind begrenzende und abgrenzende, aber genauso verbindende Elemente, mit denen in der NEXUS OF TEXTILE AND SOUND Forschung und den in der Ausstellung gezeigten Objekten gespielt wird. Es gibt den Vorhang und die Membran. Es gibt die von mehr oder weniger durchlässigen Vorhängen gebildeten architektonischen, um die Akustik, den Sound erweiterten Räume, aber auch Denk- und Erlebnisräume. Die Membran als Vermittlerin zwischen zwei Einheiten, die uns von unserer Umwelt trennt und zugleich mit dieser verbindet und ein haptisches und auditives Erleben erst möglich macht.

 

In dieser Ausstellung ist das Spiel zwischen Durchlässigkeit und Begrenzung, zwischen Auditivem und Textilem, zwischen Räumlichkeiten und Abgrenzungen erlebbar. Der Transformationsprozess und die Interpretation sowie Übersetzung einer Disziplin in eine Qualität der anderen Disziplin und Aspekte, die in erster Linie nicht mit dem Sehen zusammenhängen, werden erforscht.

 

Eröffnung: Mittwoch, 13. September 2023 um 19:00 Uhr
Dauer der Ausstellung: 14. September bis 21. Oktober 2023

 

Veranstaltungen (Eintritt frei)
Mi, 4.10. um 18:30 Uhr After-Work Künstler:innenführung
Sa, 21.10. um 11:00 Uhr Finissage und Künstler:innengespräch

 

 

Interview mit Gertrud Fischbacher und Marius Schebella über „TWiST“

Studierende der FH Salzburg präsentieren ihre Abschlussarbeiten

Seit 2013 präsentiert das Salzburger Kreativfestival Creativity Rules die Abschlussarbeiten der Studierenden der FH Salzburg aus den Fachbereichen MultimediaArt, MultiMediaTechnology und Human-Computer Interaction. Zu sehen sind diese unter anderem an drei Standorten in Hallein, und an der FH Salzburg in Puch. Egal ob Animation, Design, Film, Audio, web oder Game, das Festival ist der ideale Rahmen, um all diesen kreativen Disziplinen die gebührende Aufmerksamkeit zu schenken. Um auch reale Perspektiven aus der Praxis mit einfließen zu lassen, sorgen interessante Speaker aus den Bereichen Designs, Film und mehr für spannende und unterhaltsame Abwechslung an den Ausstellungstagen.

Unser Motto: Creativity against Dystopia.

Das diesjährige Konzept beschäftigt sich mit dem Raub von Daten im digitalen Raum und der damit einhergehenden Monetarisierung von menschlichen Spuren im Internet. Mehr dazu in der Ausstellung!

 

Eröffnung des Festivals: Donnerstag, 25. Mai um 14:00 Uhr im Ziegelstadl,
Pernerweg 1, 5400 Hallein

Öffnungszeiten im kunstraum pro arte:

Donnerstag, 25. Mai 2023 von 14:00 bis 19:00 Uhr

Freitag, 26. Mai 2023 von 09:00 bis 19:00 Uhr

 

Alle Details zum Festival: https://creativity-rules.at

In dem Projekt „Unknown Polyphenism“ untersucht Philip Tsetinis anhand von einem Gedankenexperiment, wie zukünftige evolutionäre Adaptionen auf eine Folgegeneration einwirken könnten. Veränderungen, sowohl in technischer Hinsicht als auch gesamtgesellschaftlich finden zwar teils in großen Schritten statt, meist jedoch verändern viele zukünftige Entwicklungen fast unmerklich und langsam unser tägliches Leben.

Die aus zwölf fotografischen Inszenierungen zusammengesetzte Serie gibt hypothetisch einzelne fragmentarische Einblicke, wie sich eine Folgegeneration durch die adaptive Plastizität, ein Phänomen des Polyphänismus, an zukünftige Entwicklungen anpassen würde. Den Begriff Polyphänismus verwendet er in seinem Projekt als theoretisches Werkzeug, um imaginierte Transformationsprozesse gedanklich und inhaltlich analysieren und strukturieren zu können. Diese konzipierten Sichtweisen werden in fotografischen Momentaufnahmen in Form einer konstruktiven episodischen Simulation von Zukunft festgehalten. Die Ästhetik des Filmstills, eingesetzt als Teaser, ermöglicht eine künstlerische Freiheit in der fotografischen Inszenierung, die sich besonders durch die Vielzahl an möglichen Assoziationen auszeichnet. Das als Teaser konzipierte Foto stellt eine möglichst große Interpretationsoffenheit dar, in dem die Momentaufnahme sich sowohl in eine utopische als auch in eine dystopische Richtung deuten lässt.

 

Eröffnung: Samstag, 5. November 2022 von 10:00 bis 14:00 Uhr
Zur Ausstellung spricht Martina Berger-Klingler

Finissage: VERSCHOBEN AUF Sa, 17. Dezember 2022 um 11:00 Uhr

Dauer der Ausstellung: VERLÄNGERT BIS 17. Dezember 2022

Geschlossen am: 8. Dezember

 

Bildnachweis: © Philip Tsetinis, Detached Motions, 2020

 

 

Video Interview mit Philip Tsetinis über „Unknown Polyphenism“

kunstraum pro arte · Schöndorferplatz 5 · A-5400 Hallein